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  • Chefdirient Dan Ettinger Foto: Michael Pavia
  • Attilio Glaser Attilio GlaserFoto: Simon Pauly
  • Christopher Maltman Christopher MaltmanFoto: Chris Singer
  • Ye Táo Ye Táo
  • Xu Fengxia Xu FengxiaFoto: Schoenlau
  • Ya Dong Ya DongFoto: Sylvia Schade
  • Michael Kiedaisch Michael Kiedaisch
Veranstaltungsdaten
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Abo Sextett – Der Ferne Osten

Einführung ins Programm um 19 Uhr

MAHLER
Das Lied von der Erde

 

Solistenwechsel: Mit großem Bedauern muss Thomas Hampson seine Mitwirkung beim ABO-Konzert absagen, da er sich von einer kürzlichen Knieoperation erholt. Erfreulicherweise konnte mit dem Bariton Christopher Maltman ein großartiger Ersatz für Hampson gefunden werden.

Programm (pdf)

DIE CHINESISCHE FLÖTE

Das Jahr 1907 war für Gustav Mahler eine Zeit der Krise gewesen. Mahler trat vom Amt des Wiener Hofoperndirektors (wohl die mächtigste und einflussreichste Position dieser Art in Österreich, wenn nicht im deutschsprachigen Raum) zurück. Amtsmüdigkeit und die zunehmenden Spannungen im Opernbetrieb und weit darüber hinaus hatten ihn zu diesem Entschluss gebracht. Im Sommer starb nach kurzer Erkrankung seine älteste, vierjährige Tochter Maria Anna an einer Scharlach-Diphterie, bei ihm selbst wurde eine Herzkrankheit diagnostiziert. Ihr Tod vertiefte die ohnehin vorhandene Distanz zwischen den beiden Eltern Gustav und Alma noch. In dieser Situation reiste er mit ihr für vier Monate nach New York, um dort an der Metropolitan Opera beziehungsweise das New York Philharmonic Orchestra zu dirigieren. Im Sommer 1908 bezog er sein neues Urlaubsdomizil Toblach in Südtirol, wo er komponierte. Die Auseinandersetzung mit dem Erlebten, die eigene Verzweiflung, der resignative Blick auf das Leben – all das schien er in einem Büchlein mit Nachdichtungen altchinesischer Gedichte unter dem Titel „Die chinesische Flöte“ von Hans Bethge gefunden zu haben. An seinen Freund und ehemaligen Assistenten schrieb er: „Ich weiß es selbst nicht zu sagen, wie das Ganze benamst werden könnte. Mir war eine schöne Zeit beschieden und ich glaube, dass es wohl das Persönlichste ist, was ich bis jetzt gemacht habe.“ Der Aberglaube, nach einer neunten Sinfonie sterben zu müssen, brachte ihn auf den Werktitel „Das Lied von der Erde“.
Mahlers Hinwendung zu Hans Bethges Nachdichtungen chinesischer Lyrik inspirierte ihn hier gelegentlich zu „asiatisch“ anmutenden Klängen. Da liegt es nahe, für unsere Aufführung traditionelle chinesische Instrumente und deren Musik zwischen den sechs Sätzen im „Lied von der Erde“ ertönen zu lassen.

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