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  • Hankyeol Yoon (Foto: Gstaad Menuhin Festival Hankyeol Yoon (Foto: Gstaad Menuhin Festival
Veranstaltungsdaten

Die große Reihe #7 - Tempo, Tempo!

Einführung ins Programm um 18:30 Uhr

Der Einzelkartenvorverkauf beginnt am 1. Juli.

MEYER
Eisenbahn-Galopp

DVOŘÁK
Cellokonzert h-Moll

REZNICEK
Ouvertüre zu „Donna Diana“

MOZART
Sinfonie Es-Dur KV 543

1868 wurde die 456 Kilometer lange Eisenbahnstrecke Stockholm-Göteborg eröffnet. Der Baumeister Nils Ericsson wurde bei der Einweihung mit Jean Meyers „Jernvägs-Galopp“ gefeiert. Meyer, geboren 1822 in Hamburg, war Konzertmeister an der Königlichen Hofopernkapelle zu Stockholm.

Musiker im Ausland: 1894 war Antonín Dvořák als Direktor des National Conservatory in New York angestellt. Einer seiner Kollegen, Victor Herbert, hatte eben ein eigenes Cellokonzert vollendet und aufgeführt. Dvořák erinnerte sich daran, dass sein Freund, der tschechische Cellist Hanuš Wihan, ihn vor längerer Zeit um ein Konzert gebeten hatte. Herberts Stück inspirierte ihn, und innerhalb von drei Monaten hatte Dvořák sein eigenes Konzert komponiert. Zur Uraufführung 1895 in London hatte Wihan leider keine Zeit, er war mit dem Böhmischen Streichquartett unterwegs. Die Solistenrolle übernahm der Brite Leo Stern, Dvořák dirigierte.

„Erkennen Sie die Melodie?“ hieß eine von 1969–1985 vom ZDF ausgestrahlte Fernseh-Quizreihe, ein Ratespiel um Musiktheaterwerke. Die heitere Anfangsmusik schien extra dafür komponiert worden zu sein, ihr ließen sich die Titelworte exakt unterlegen. In Wirklichkeit handelte es sich um den Anfang von Emil Nikolaus von Rezniceks rasanter, gekonnt instrumentierter Ouvertüre zu seiner komischen Oper von 1884. Sehr gut hätte zur Großen Reihe um Tempo und Reisen wohl auch ein Ausschnitt aus seiner Oper „Benzin“ (1929) gepasst.

Flugreise: „In die Tiefen des Geisterreichs führt uns Mozart. Furcht umfängt uns: aber ohne Marter ist sie mehr Ahnung des Unendlichen. Liebe und Wehmut tönen in holden Stimmen, die Nacht der Geisterwelt geht auf in hellem Purpurschimmer, und in unaussprechlicher Sehnsucht ziehen wir den Gestalten nach, die freundlich uns in ihre Reihen winken, im ewigen Sphärentanze durch die Wolken fliegen. (Zum Beispiel Mozarts Symphonie in Es-Dur, unter dem Namen des Schwanengesangs bekannt)“, schrieb der romantische Dichterkomponist ETA Hoffmann über die drittletzte Sinfonie des Wiener Klassikers, die dieser im Sommer 1788 in Wien verfasst hatte.

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