• Michael Shaham Foto: Nichole MCH Photography
  • Lio Kuokman Lio Kuokman
Veranstaltungsdaten

Die große Reihe #6 - Tempo, Tempo!

Einführung ins Programm um 18:30 Uhr

Der Einzelkartenvorverkauf beginnt am 1. Juli.

COPLAND
„John Henry“ Railroad Ballad

PAGANINI
Violinkonzert Nr. 2 „La Campanella“

WAXMAN
Carmen-Fantasie für Violine und Orchester

DVOŘÁK
Sinfonie Nr. 8

Aaron Coplands kleine Eisenbahn-Ballade „John Henry“ handelt von einer amerikanischen Volkslegende: John Henry, freigelassener Sklave oder Strafgefangener, war ihr zufolge damit beschäftigt, Sprenglöcher für den Tunnelbau in den Felsen zu schlagen. Als seine Handarbeit von Dampfhämmern abgelöst werden sollte, nahm er den Wettkampf mit ihnen auf und brach kurz nach seinem Sieg tot zusammen.

Im Juni 1830 begleitete der Journalist Georg Harrys Niccolo Paganini auf einer Konzertreise durch Norddeutschland, worüber er ein Büchlein verfasste. „Machte ich ihn aufmerksam auf eine schöne Landschaft, ein schönes Gebäude, oder irgend eine üppige Gegend, so sagte er wol, gleichsam mir zu gefallen: „C’est bien joli!“ würdigte aber alle diese Schönheiten kaum eines Blickes. […] Nur immer fort und fort bis zu dem Orte seiner Bestimmung, war sein einziges Streben. Daß auch Paganini wenig Genuß von den Schönheiten um sich her haben konnte, lag schon daran, daß er, stets fröstelnd, den Wagen […] fest verschlossen hielt. […] Unter dem Gepäck […] ist ihm, wie begreiflich, seine Geige das Wichtigste. Dieses schöne Instrument, eine Guarneri, wie es deren wenige gibt, liegt in einem sehr delabrirten und abgeschabten Kasten, der dem großen Künstler zugleich als Schatulle dient. […] So verschließt dieser Violinkasten gleichzeitig einige Präciosen und auch etwas Wäsche. […] Die [Solo-] Stimmen führt er gar nicht bei sich, und wie er selbst gesagt, hat er diese aus Vorsicht zurückgelassen, da ihm leicht eine Piece entwandt und abgeschrieben werden könnte. Paganini spielt bekanntlich alles auswendig.“

Franz Waxman, geboren in Oberschlesien, floh 1934 in die USA und wurde einer der großen Hollywood-Komponisten. Auch die virtuose Carmen-Fantasie nach George Bizet war ursprünglich für einen Film („Humoreske“ 1946) gedacht. Auf Anregung des großen Geigers Jascha Heifetz baute er sie zum Konzertwerk aus.

Antonín Dvořák schrieb die 8. Sinfonie, eine der populärsten des gesamten Repertoires, anlässlich seiner „Aufnahme in die Böhmische Kaiser-Franz-Joseph-Akademie für Wissenschaft, Literatur und Kunst“ und leitete selbst 1890 die Prager Uraufführung.

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