Veranstaltungsdaten
Sinfonische Horizonte #6 - Musikmetropolen - LONDON
Einführung ins Programm um 18:30 Uhr
Der Einzelkartenvorverkauf beginnt am 1. Juli.
ARNOLD
Railway Fanfare
ELGAR
Violinkonzert
HOLST
St. Paul’s Suite
HAYDN
Sinfonie Nr. 93
- Josef Špaček Violine
- Stuttgarter Philharmoniker
- Dirigent Sylvain Cambreling
Malcolm Arnold hat in Großbritannien ein großes Ansehen. Er schuf zahlreiche Werke für Sinfonie- und Blasorchester und 123 Filmmusiken, darunter die Oscar-prämierte zu „Die Brücke am Kwai“. In der Railway Fanfare (1975) setzt er sein angestammtes Instrument, die Trompete, ins beste Licht.
Hierzulande leider nur mit sehr wenigen Werken auf den Konzertbühnen präsent ist Edward Elgar. Das Violinkonzert ist daher eine echte Rarität. Der große Geiger Fritz Kreisler schätzte ihn über die Maßen: „Wenn Sie wissen wollen, wen ich für den wichtigsten lebenden Komponisten halte, so sage ich ohne zu zögern: Elgar. […] Elgar wird alle überragen. Er befindet sich auf einer anderen Ebene. […] Ich wünschte, Elgar würde etwas für die Violine komponieren.“
Im April 1910 berichtete der Komponist, er „brenne vor lauter Arbeit & komponiere wie wild“ an einem Violinkonzert. Im Sommer traf Elgar mit Kreisler zusammen, der nach einem Blick auf die Noten sagte: „Damit werde ich die Queen’s Hall zum Erbeben bringen.“ Und so geschah’s. Die „Saint Paul’s Suite“ Gustav Holsts trägt ihren Namen nach der Mädchenschule in Hammersmith, London, an der Holst von 1905 bis 1934 als musikalischer Direktor und Gesangslehrer angestellt war. Dort wurde für ihn eigens ein schallisoliertes Arbeitszimmer eingerichtet, wo er komponieren konnte. Die originelle Suite sollte ursprünglich ausschließlich von den Schülerinnen der Schule gespielt werden dürfen.
Als Joseph Haydn, nach Jahrzehnten als Hofkapellmeister nach dem Tode seines Dienstherren Nikolaus von Esterházy mit 58 Jahren pensioniert wurde, reiste er, auf Einladung des Konzertveranstalters Johann Peter Salomon, nach London, wo ihm eine ganze öffentliche Konzertreihe gewidmet wurde. Hierfür komponierte er, neben anderen Stücken, 12 große Sinfonien, darunter seine 93., über die die „Times“ im Februar 1792 berichtete, sie habe „sowohl alle Ausführenden wie auch die Zuhörerschaft mit enthusiastischer Leidenschaft erfüllt. Neuheit der Idee, angenehme Kaprice und gute Laune, alle zusammen kombiniert mit Haydns gewohnt erhabener Größe ergriff zunehmend Seele und Gefühle eines Jeden.“




