Veranstaltungsdaten
Klassik Highlights #1
Einführung ins Programm um 18:30 Uhr
Der Einzelkartenvorverkauf beginnt am 1. Juli.
RAVEL
Le tombeau de Couperin
MOZART
Klavierkonzert C-Dur KV 415
SIBELIUS
Sinfonie Nr. 5
- Magdalene Ho Klavier
- Stuttgarter Philharmoniker
- Dirigentin Ruth Reinhardt
François Couperin (1668–1733) wurde als Interpret und Komponist für Tasteninstrumente schon zu Lebzeiten mit dem Beinamen „Le Grand“ verehrt. Auf Maurice Ravel übte Couperins Cembalomusik, die stilistisch zwischen Barock und Rokoko vermittelt, einen großen Reiz aus. Sein „Grabmal für Couperin“ ist weder Bearbeitung noch direktes Zitat, sondern inspiriert durch verschiedene Tänze, wie sie Couperin komponierte, deren Metren und Rhythmen. 1919 bearbeitete Ravel seine eigene Klaviersuite für Orchester.
Seit 1781 als freischaffender Pianist und Komponist in Wien, charakterisierte Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr darauf für seinen Vater in Salzburg drei neue Klavierkonzerte, darunter KV 415: „Die Concerten sind eben das Mittelding zwischen zu schwer und zu leicht. Sie sind sehr brillant – angenehm in die Ohren – natürlich ohne in das Leere zu fallen. Hie und da können auch Kenner allein Satisfaction erhalten – doch so – dass die Nichtkenner damit zufrieden sagen müssen, ohne zu wissen warum.“
Die 5. Sinfonie Jean Sibelius‘ schrieb er auf Bestellung der finnischen Regierung – aus Anlass seines 50. Geburtstages. Am 8. Dezember 1915, pünktlich zum Geburtstag, fand die Uraufführung unter Sibelius‘ Leitung in Helsinki statt. Doch der Komponist war mit seinem Werk noch nicht zufrieden: Eine zweite Fassung wurde genau ein Jahr später aufgeführt, eine dritte im November 1919, wieder unter Sibelius‘ Leitung. Die Zeit des Ersten Weltkrieges hatte nicht nur in ganz Europa neue politische, sondern auch kulturelle Verhältnisse gebracht. In der Auseinandersetzung und in Abgrenzung mit der zeitgenössischen musikalischen Moderne fand Sibelius in der dritten Fassung zu einer eigenen sinfonischen Sprache. Bekannt wurde das dreisätzige Werk durch die „Schwanenhymne“ des letzten Satzes, einer breiten Melodie, die dem Komponisten beim Anblick von 16 Schwänen einfiel, die er von seinem Haus Ainola aus über den See Tuusulanjärvi fliegen sah.



