• Eldar Sapaar Foto: Filip Grzincic
  • Timur Zangiev Timur Zangiev
Veranstaltungsdaten

Sinfonische Horizonte #1 - Musikmetropolen - PARIS

Einführung ins Programm um 18:30 Uhr

Der Einzelkartenvorverkauf beginnt am 1. Juli.

IBERT
„Metro“ aus der Suite symphonique „Paris“

MOZART
Sinfonie KV 297 „Pariser“

SAINT-SAËNS
Cellokonzert a-Moll

STRAWINSKY
Le Sacre du Printemps

Jacques Ibert beschreibt 1930 die Pariser Untergrundbahn morgens um 8 Uhr: auf den Bahnsteig drängende Pendler, das ertönende Signal, anfahrende Triebwagen und die Menge auf unterirdischer Fahrt.

„Bey der Prob war es mir sehr bange, denn ich habe mein Lebtag nichts Schlechteres gehört […] Ich bat Gott um die Gnade, daß es gut gehen möchte, […] und ecce! die Sinfonie fing an. […] Sie das Forte [im Finale] hören und in die Hände zu klatschen war eins. Ich ging vor Freude nach der Sinfonie ins Palais Royal, nahm ein guts Gefrornes, bat den Rosenkranz, den ich versprochen hatte, und ging nach Haus.“ (Wolfgang Amadeus Mozart über die Uraufführung seiner „Pariser Sinfonie“ 1778 an seinen Vater).

Rachmaninoff und Schostakowitsch hielten es für das schönste aller Cellokonzerte, auch weil „das Soloinstrument“, wie der große Musikwissenschaftler Donald Tovey meinte, „alle Register ohne die geringste Schwierigkeit, sich gegen das Orchester durchzusetzen, zur Geltung bringt.“ Camille Saint-Saëns schrieb es 1872 in Paris. Die „zyklische“ Form lässt es wie aus einem Guss erscheinen.

Das Ballett „Le Sacre du Printemps“ machte Igor Strawinsky auf einen Schlag zum Protagonisten der modernen Musik des 20. Jahrhunderts. „Bei der Uraufführung [in Paris 1913] spielte der Saal die Rolle, die er spielen musste: Er revoltierte von Anfang an. Man lachte, höhnte, pfiff, ahmte Tierstimmen nach und vielleicht wäre man dessen auf die Dauer müde geworden, wenn nicht die Menge der Ästheten und einige Musiker in ihrem übertriebenen Eifer das Logenpublikum beleidigt, ja tätlich angegriffen hätten. […] Mit schief gerutschtem Diadem in ihrer Loge stehend, schwang die alte Comtesse de Pourtales ihren Fächer und schrie mit hochrotem Gesicht: ‚Zum ersten Mal seit 60 Jahren wagt man es, sich über mich lustig zu machen!‘ Die gute Dame meinte es aufrichtig; sie glaubte an eine Fopperei.“ (Der Augenzeuge Jean Cocteau).

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