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Veranstaltungsdaten
// Rückschau

Die Große Reihe – Zwanziger Jahre

18:00 Uhr Einführung ins Programm

STRAWINSKY
Pulcinella – Ballettmusik in einem Akt

GERSHWIN
Ein Amerikaner in Paris – Tondichtung für Orchester

RAVEL
Boléro

HOSSEINI
Ernst Olives

 

INTERNATIONALES STELLDICHEIN

In den 20er Jahren des 20. Jahrhundert war Paris wohl die schillerndste, innovativste Kulturstadt Europas. Die vielen Künstler dort sorgten immer wieder für Aufmerksamkeit, Unterhaltung und gelegentliche Skandale. Igor Strawinsky war erstmals 1910 nach Paris gereist und hatte im Auftrag der dort ansässigen „Balletts Russes“ des russischen Kulturmanagers Sergej Djagilew die Ballette „Der Feuervogel“, „Petruschka“ und „Le Sacre du Printemps“ zur Uraufführung gebracht. Von 1920 an lebte Strawinsky dauerhaft in der Stadt. Im selben Jahr bekam er einen neuen Auftrag von Djagilew, der ein Ballett wollte, das auf einer Handlung mit Figuren der italienischen „Commedia dell’arte“ des 18. Jahrhundert basierte. Er empfahl Strawinsky, sich der Musik Giovanni Battista Pergolesis (1710-1736) zuzuwenden. Nach einigem Zögern schuf Strawinsky mit seiner originellen Bearbeitung das erste „neoklassizistische“ Ballett: „Pulcinella war meine Entdeckung der Vergangenheit, die Epiphanie, durch welche mein späteres Werk möglich wurde. Selbstverständlich war es ein Blick zurück – die erste von vielen Liebesaffären in jene Richtung – aber es war auch ein Blick in den Spiegel.“
Im Februar 1924 hatte in der New Yorker Aeolian Hall die Uraufführung von George Gershwins „Rhapsody in blue“ stattgefunden, ein Konzert, dass die Zeitgenossen als besonderes Ereignis einstuften, in dem erstmals eine „Jazz“-Komposition für Orchester erklang. Gershwin selbst betrachtete das Konzert als sein Debüt auf dem Felde der ernsten Musik. Zwei Jahre später, auf einer Europareise, skizzierte er erste Einfälle zu einer Tondichtung bei einem zweimonatigen Abstecher nach Paris: „Es ist meine Absicht, die Eindrücke eines amerikanischen Reisenden wiederzugeben, der durch Paris schlendert, den Straßenlärm hört und die französische Atmosphäre in sich aufnimmt“. 1928, erneut in Frankreich, vollendete er „An American in Paris“. Kurz vor der Rückreise nach New York begegnete Gershwin Maurice Ravel, den er vergeblich um Kompositionsunterricht bat. Der hatte gerade seinen Boléro für die Tänzerin Ida Rubinstein geschrieben, der im November uraufgeführt wurde. Als eine Hörerin bei der Uraufführung „Hilfe, ein Verrückter“ ausrief, soll Ravel erwidert haben: „Die hat’s kapiert“.

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