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  • Sopranistin Vera-Lotte Boecker Foto: Monarca Studios
  • Dirigent Gabriel Feltz Dirigent Gabriel FeltzFoto: Marko Djokovic
Veranstaltungsdaten

Die Große Reihe – Zwanziger Jahre

19:00 Uhr Einführung ins Programm

Kartentelefon:
0711 - 216 88990
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BERG
Sieben frühe Lieder für Sopran und Orchester

BERG
"Lyrische Suite" – Drei Sätze für Streichorchester

BRAHMS
Sinfonie Nr. 1 c-Moll

 

  • Vera-Lotte Boecker Sopran
  • Stuttgarter Philharmoniker
  • Dirigent Gabriel Feltz

VERBORGENE LEIDENSCHAFTEN

„Sieben frühe Lieder“ nannte Alban Berg die Zusammenstellung von einzelnen seiner Liedern nach verschiedenen Dichtern, die der Anfang Zwanzigjährige zwischen 1905 und 1908 komponiert hatte. Sie umfassen eine große stilistische Bandbreite von romantisch bis atonal auf seiner Suche nach einer eigenen künstlerischen Sprache. Erst 1928 stellte er sie zusammen und arbeitete die Klavierbegleitung in eine Orchesterfassung um, die er seiner Frau Helene widmete.
Im Mai 1925 hatte sich Berg in Prag aufgehalten, wo er bei Herbert und Hanna Fuchs-Robettin zu Gast war. Alban Berg verliebte sich in Hanna (die Schwester des Schriftstellers Franz Werfel) und es begann eine heimliche Affäre, die nach Worten von Bergs Freund Theodor W. Adorno „hoffnungslos von Anfang an [war], da sie einerseits mit einem ungeheuren Pathos belastet war, andrerseits weder Berg seine Frau noch Hanna ihren Mann und ihre zwei Kinder verlassen wollte.“ Die „Lyrische Suite“ komponierte Berg 1925 ursprünglich für Streichquartett und bearbeitete später drei Sätze daraus für Streichorchester. Darin spielen die Töne A und B (die Initialen seines Namens) sowie H und F (für Hanna Fuchs) neben manchen anderen Klangsymbolen eine große Rolle. Die Leidenschaft klingt aus jedem Ton dieser Musik heraus, auch wenn beider Geheimnis erst etwa ein halbes Jahrhundert später entdeckt wurde.
Viele Interpreten haben auch in Johannes Brahms‘ sinfonischem Erstling den künstlerischen Ausdruck einer heimlichen Liebe vermutet, nämlich zu der verehrten Clara Schumann. Über allgemeine Spekulationen (sowohl, was beider Verhältnis, als auch, was den „Inhalt“ der Sinfonie angeht) sind sie aber alle nicht hinausgekommen. Leidenschaftlich jedenfalls ist auch Brahms‘ Werk allemal.

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https://www.stuttgarter-philharmoniker.de/3930 | Ausdruck vom: 21.02.2024 06:33

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