• Dorothea Röschmann Foto: Harald Hoffmann
  • Nabil Shehata (Foto: Peter Adamik) Nabil Shehata (Foto: Peter Adamik)
Veranstaltungsdaten

Sinfonische Horizonte #4 - Musikmetropolen - HAMBURG

Einführung ins Programm um 18:30 Uhr

Der Einzelkartenvorverkauf beginnt am 1. Juli.

TELEMANN
Ouvertüre zur „Hamburger Admiralitätsmusik“

C. P. E. BACH
Sinfonie F-Dur Wq 183/3

MAHLER
Lieder eines fahrenden Gesellen

BRAHMS
Sinfonie Nr. 1

Nach der Wiederentdeckung und Wiederaufführung vieler vergessener Werke hat sich das Bild Georg Philipp Telemanns geändert. Als Meister unerschöpflicher Einfälle schuf er, ab 1721 bis zu seinem Tode 1767 Musikdirektor in Hamburg, auch repräsentative weltliche Chorwerke. 1723 entstand die große „Admiralitätsmusik“, eine umfangreiche Kantate zum 100jährigen Bestehen der Hamburger Admiralität.

1768 trat Carl Philipp Emanuel Bach als Nachfolger Telemanns sein Amt in Hamburg an. Der zweite überlebende Sohn von Johann Sebastian Bach blieb bis zu seinem Tod 1788 in der Hansestadt. Er war der wichtigste Vertreter des „empfindsamen Stils“ und galt als musikalisches Originalgenie. Die Hamburger „Sinfonien mit zwölf obligaten Stimmen“ (1775/1776) sind Höhepunkte seines Schaffens. Kontraste auf engstem Raum, abrupte Stimmungswechsel zwischen lyrischen Melodien und schroffen Unisonos zeigen einen Sinfoniker, mit einer ganz eigenen, aufregenden Sprache.

Als Erster Kapellmeister am Stadttheater von 1891 bis 1897 war Gustav Mahler in der Stadt. Allein in der Saison 1894/95 dirigierte er dort 138 Opernvorstellungen und acht philharmonische Konzerte! Dennoch hatte er die Kraft, große Teile seiner zweiten und dritten Sinfonie zu schaffen und die Orchesterfassung der „Lieder eines fahrenden Gesellen“ nach eigenen Gedichten herzustellen.

Seine erste Sinfonie vollendete der in Hamburg geborene Johannes Brahms mit 43 Jahren 1876, nachdem er 14 Jahre lang mit langen Unterbrechungen daran komponiert hatte. Selbstkritik hinderte ihn vor allem, schneller voranzukommen. Die letzten Arbeiten an der Sinfonie erfolgten auf Rügen und in der Nähe von Baden-Baden, die Uraufführung fand 1876 in Karlsruhe statt – und spätestens, wenn im Finale der Sinfonie ein Alphornruf ertönt, erkennen wir, dass diese Musik ganz weit weg von Hamburg strebt.

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