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Veranstaltungsdaten

Abo SEXTETT – Langsam, langsam...

BARBER
Adagio

RAVEL
Klavierkonzert G-Dur

BERNSTEIN
Sinfonie Nr. 1 „Jeremiah“

ADAGIO ASSAI

26 Jahre alt war der Amerikaner Samuel Barber, als er sein einziges Streichquartett während eines Studienaufenthaltes am Wolfgangsee im Salzburger Land komponierte. Besonders beeindruckend fanden die damaligen Hörer offenbar den langsamen Satz, das „Adagio“, daraus. Barber fühlte sich veranlasst, eine Fassung für Streichorchester zu veröffentlichen, die zwei Jahre später unter Leitung von Arturo Toscanini zur Uraufführung kam. Seinem Ruf als „traurigstes klassisches Stück“ (so stimmten 2004 die Hörer der BBC ab) musste es oft gerecht werden: Man spielte es beispielsweise anlässlich der Trauerfeiern zum Tode von John F. Kennedy, Grace Kelly oder Albert Einstein.

Die seltene Tempovorschrift „Adagio assai“ („sehr langsam“) trägt der traumhafte zweite Satz von Maurice Ravels Klavierkonzert (1931). Während die beiden lebhaften Ecksätze deutlich den Eindruck des Jazz‘ wiedergeben, den Ravel auf einer USA-Reise erlebt hatte, ist der schwebende Charakter des „Adagio assai“ von ganz eigener Art. Ravel verband hier verschiedene Metren miteinander: „Dieser fliesende Ausdruck! Wie ich ihn Takt für Takt überarbeitet habe! Er brachte mich beinahe ins Grab!“

Leonard Bernstein, hierzulande beinahe nur als Dirigent und Komponist der „West Side Story“ bekannt, wurde 1942 zu seiner ersten Sinfonie durch die Geschichte des biblischen Propheten Jeremias inspiriert. Zwei langsame Satze, die „Weissagung – largamente“ („breit“) und die „Klage – lento“ („langsam“) umrahmen die „Entweihung – vivace con brio“ („sehr lebhaft“). Der dritte Satz vertont Verse aus den Klageliedern des Jeremias. Bernstein verarbeitete übrigens in dem seinem Vater gewidmeten Werk mehrere traditionelle hebraische Melodien.

 

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