Franko Klisović , Countertenor

Der kroatische Countertenor Franko Klisović gehört zu den bemerkenswerten jungen Stimmen seiner Generation – und verbindet seine internationale Gesangskarriere mit einer ebenso ungewöhnlichen Laufbahn als Dirigent.
Geboren in Šibenik, erhielt er dort zunächst eine Ausbildung in Klavier und Musiktheorie und war bereits während seiner Schulzeit als Organist an der Kathedrale des heiligen Jakob tätig.
Nach dem Schulabschluss begann Klisović an der Musikakademie Zagreb ein Dirigierstudium bei Tomislav Fačini. Erst Ende 2015 wandte er sich professionell dem Gesang zu und erhielt bereits wenige Monate später seine erste Opernpartie: Als Ottone in Händels „Agrippina“ debütierte er 2016 am Kroatischen Nationaltheater Zagreb. Parallel zu seinem Dirigierstudium nahm er ein Gesangsstudium bei Martina Gojčeta-Silić auf. Sein internationales Debüt führte ihn anschließend an die Katara Opera in Doha; weitere wichtige Stationen waren unter anderem das Teatro Real in Madrid, die Oper Wuppertal, das Theater Heidelberg und die Oper Frankfurt.
Klisović widmet sich neben der Oper besonders der Musik des Barock und dem Konzert- und Oratorienrepertoire. Für seine musikalische Arbeit wurde er bei zahlreichen internationalen Gesangswettbewerben ausgezeichnet, darunter mit dem ersten Preis beim Tullio-Serafin-Wettbewerb 2021 und dem Mahler-Preis beim Gabriela-Beňačková-Wettbewerb 2022. Bemerkenswert bleibt dabei seine Doppelrolle: 2019 gab er sein Debüt als Dirigent mit Mozarts „Così fan tutte“ und arbeitet bis heute parallel an seiner dirigentischen Laufbahn. 2025 erhielt er den Ivan-Werner-Preis des Varaždiner Jugendmusikvereins.



