Veranstaltungsdaten
Klassik am Killesberg - Kammerkonzert im Augustinum
BEETHOVEN
Klaviertrio op. 70 Nr. 1 „Geistertrio“
BRAHMS
Klaviertrio Nr. 3 op. 102
- Maciej Szyrner Klavier
- Julia Schautz Violine
- Krassimira Krasteva Violoncello
„Die Straßen Wiens sind mit Kultur gepflastert. Die Straßen anderer Städte mit Asphalt“ sagte einst der Schriftsteller Karl Kraus und man möchte ihm beipflichten: schon immer zog Wien Künstler aus allen Herren Ländern magisch an. Da verwundert es nicht, dass zwei der bekanntesten „Wiener“ Rheinländer und Hanseat waren.
Im selben Jahr wie die Pastorale-Sinfonie, 1808, entstand Beethovens D-Dur Klaviertrio, das sogenannte „Geistertrio“. Den Beinamen verdankt es seinem Schüler Carl Czerny, der den zweiten Satz als „geisterhaft schauerlich, gleich einer Erscheinung aus der Unterwelt“ charakterisierte. Diese ungemein schaffensreiche Zeit, in der auch die berühmte Coriolan-Ouvertüre und das 5. Klavierkonzert entstand, festigte zusehends die Anerkennung Beethovens beim Wiener Publikum und darüber hinaus.
Der ursprünglich aus Hamburg stammende Johannes Brahms lies sich erst 1866 endgültig in der Musikmetropole Wien nieder, doch blieb ihm die Stadt zeitlebens fremd. Es scheint paradox, doch gerade der kulturelle Schmelztiegel der K. & K. Hauptstadt, in dem die unterschiedlichsten Volksmusiken und Stile zusammentrafen inspirierte Brahms 1886 zu seinem wohl wienerischsten Trio.





