Camila Provenzale, Sopran

Die italienisch-brasilianische Sopranistin Camila Provenzale, in São Paulo geboren und heute in Zürich zuhause, gehört zu den herausragenden Sängerinnen ihrer Generation. Ihre außergewöhnliche musikalische Reise begann bereits im Kindesalter: Mit zehn Jahren nahm sie in Brasilien ihre ersten Alben auf und wurde durch Auftritte im brasilianischen Fernsehen einem breiten Publikum bekannt.
Nach ihrem Gesangsstudium in São Paulo und einer Ausbildung an verschiedenen Opernakademien führte sie ihr Weg nach Europa. Entscheidende Aufmerksamkeit erlangte sie als Preisträgerin des internationalen Gesangswettbewerbs „Neue Stimmen“ in Deutschland. Weitere Auszeichnungen bei renommierten Wettbewerben wie dem Concours Operalia, dem Belvedere-Wettbewerb, dem Maria-Callas-Wettbewerb und dem Wettbewerb der Pariser Oper folgten. Ein Stipendium der Plácido-Domingo-Stiftung ermöglichte ihr die Aufnahme in dessen Opera Studio in Spanien. Anschließend ging sie gemeinsam mit Plácido Domingo und dem Dirigenten Eugene Kohn auf eine zweijährige weltweite Konzerttournee – eine prägende Erfahrung am Beginn ihrer internationalen Karriere.
Heute gastiert Provenzale an bedeutenden Opern- und Konzerthäusern weltweit, wobei sie neben der Oper auch das Konzertrepertoire zu einem wichtigen Bestandteil ihrer Arbeit gemacht hat. Eine besondere Verbindung zu ihrer brasilianischen Herkunft zeigt sich in ihrer Mitwirkung an „Amazônia“, einem internationalen Kunstprojekt, das die Musik Heitor Villa-Lobos’ mit den Fotografien Sebastião Salgados verbindet. Als Solistin von „Floresta do Amazonas“ war sie unter anderem in der Carnegie Hall in New York zu erleben. Ihre Aufnahme des Werkes mit der Philharmonia Zürich unter Simone Menezes und Fotografien Salgados erschien bei Alpha Classics und erhielt internationale Anerkennung.



