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Jan Willem de Vriend // Dirigent // Rückschau Saison 2012/13

Jan Willem de Vriend studierte Violine an den Konservatorien in Amsterdam und Den Haag. Schon während des Studiums dirigierte er diverse Opernproduktionen, wie etwa „Die Fledermaus“ von Johann Strauß und „Der Silbersee“ von Kurt Weill. 1982 gründete er das Combattimento Consort Amsterdam, ein Ensemble, das sich überwiegend den Werken des 17. und 18. Jahrhunderts unter Berücksichtigung der historischen Aufführungspraxis, jedoch unter Verwendung modernen Instrumentariums widmet.

Mit seinem Ensemble spielte Jan Willem de Vriend zahlreiche CD-, Radio- und Fernseh-Aufnahmen ein, die nicht nur in der holländischen Presse hoch gelobt wurden. Als Geiger und künstlerischer Leiter war er für viele bedeutende Konzerte und Opernproduktionen in den Niederlanden, in zahlreichen europäischen Ländern, in Nord- und Südamerika sowie in Japan verantwortlich. Darüber hinaus wurde er als Konzertmeister auch von anderen Ensembles eingeladen, darunter die Camerata Bern und das Ensemble Oriol Berlin.

Mit Beginn der Saison 2006/07 wurde Jan Willem de Vriend zum Chefdirigenten des Netherlands Symphony Orchestra (Orkest van het Oosten) berufen und hat sich mittlerweile auch als regelmäßiger Gastdirigent bedeutender Orchester einen Namen gemacht. So dirigierte er u.a. mehrfach das Nederlands Kamer Orkest, die Radio Kamer Filharmonie, das Barbants, Gelders, Noord Nederlands und das Limburgs Symphonisch Orkest. Ferner arbeitete er mit dem RIAS Jugendorchester, dem schwedischen Ensemble Musica Vitae und der Deutsche Kammerphilharmonie.

Im Februar 2009 gab er sein Debüt beim Concertgebouw Orkest, zu dem er während der Saison 2009/10 erfolgreich zurückkehrte. Ferner war er Gast des Mozarteum-Orchesters Salzburg, des Wiener Concert-Vereins, der Duisburger Philharmoniker und des Sinfonieorchesters Wuppertal, die ihn beide für die Saison 2011/12 erneut verpflichteten.

Seit jeher spielte die Oper in Jan Willem de Vriends Aktivitäten eine große Rolle. Er dirigierte u.a. für die Nationale Reisopera Händels „Rodelinda“, „Agrippina“ und „Alcina“, Monteverdis „L'incoronnazione di Poppea“ und „L'Orfeo“, Purcells „King Arthur“ und „Dido and Aeneas“. Ferner leitete er Mozarts „Zauberflöte“ an der Opéra du Rhin in Straßburg, Monteverdis „L'Orfeo“ an der Oper Luzern sowie die Oper „Der Stein der Weisen“, die von Eva Buchmann inszeniert wurde. Mit der „Fledermaus“ und mit Heinrich Ignaz Franz von Bibers „Arminio“ unternahm Jan Willem de Vriend ausgedehnte Tourneen durch Holland.

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