Hilfsnavigation: Sprung…
Daniel Raiskin // Dirigent // Rückschau Saison 2013/14

Daniel Raiskin wuchs als Sohn eines renommierten Musikwissenschaftlers in einem humanistisch geprägten Elternhaus auf. Er erhielt bereits mit sechs Jahren Musikunterricht und nahm später ein Studium an der renommierten Hochschule seiner Heimatstadt St. Petersburg auf. Raiskin widmete sich zunächst der Geige und Bratsche und begann zugleich die Ausbildung zum Dirigenten – die Begegnung mit dem Pädagogen Lev Savich hatte in ihm den Wunsch geweckt, einen Klang mit den Händen, dem Körper und der ganzen Persönlichkeit formen zu können. Zu seinen weiteren Lehrern, die ihm wichtige Impuls gaben, gehörten unter anderem Mariss Jansons, Neeme Järvi, Milan Horvat, Woldemar Nelson und Jorma Panula.

Im Alter von zwanzig Jahren verließ Daniel Raiskin die Sowjetunion um in Amsterdam und Freiburg sein Studium fortzusetzen. Als gefragter Solist gehörte er schnell zu den führenden Bratschisten in Europa mit vielen Engagements als Solist und Kammermusikpartner. Allmählich jedoch wechselte der Schwerpunkt vom Instrument zum Taktstock, und Raiskin entwickelte sich mit seiner künstlerisch unverwechselbaren Handschrift zu einem der anerkannt vielseitigsten Dirigenten seiner Generation mit einem breit gefächerten Repertoire und dramaturgisch anspruchsvollen Programmen.

Seit 2005 leitet er das Staatsorchester Rheinische Philharmonie Koblenz als Chefdirigent; seit 2008 in gleicher Position die Artur-Rubinstein-Philharmonie in Polens zweitgrößter Stadt Lodz. Darüber hinaus gastierte er intensiv bei zahlreichen weiteren renommierten Orchestern in Europa und Asien, darunter Belgrade Philharmonic Orchestra, Brandenburgisches Staatsorchester Frankfurt, Copenhagen Philharmonic, Dala Sinfonietta, Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Estonian National Symphony Orchestra, Hong Kong Sinfonietta, Latvian National Orchestra, Malmö Symfoniorkester, Mozarteumorchester Salzburg, National Symphony Orchestra Taiwan, Orquestra Nacional do Porto, Orchestre National de Lyon, Orkest van het Oosten, Orquesta Sinfónica Nacional de México, Philharmonisches Staatsorchester Mainz, Polish Radio Orchestra Katowice, Prague Radio Symphony, Prague Symphony, Residentie Orkest Den Haag, RTE Orchestra Dublin, Shanghai Philharmonic Orchestra, Slovak Philharmonic Bratislava, Staatskapelle Halle, Staatsorchester Darmstadt, Stavanger Symfoniorkester, Symfonie Orkest Vlaanderen, Warsaw Philharmonic sowie beim Zagreb Philharmonic.

Darüber hinaus widmet er sich regelmäßig Produktionen im Opernbereich, darunter in der Spielzeit 2006/2007 Carmen unter der Regie von Calixto Bieito an der niederländischen Opera Zuid. Eine weitere Carmen-Produktion leitete er in der darauffolgenden Saison am Koblenzer Stadt Theater, wo er im November 2010 auch Dimitri Schostakowitschs Nase dirigierte. Im August 2011 dirigierte er das Minsk Orchestra bei einer gefeierten Inszenierung von Mozarts Don Giovanni bei den Opernfestspielen im österreichischen St. Margarethen.

Als Gastdirigent wird er der Saison 2013/14 mit Wiedereinladungen unter anderem beim Slovak Philharmonic Bratislava, Philharmonisches Staatorchester Mainz, Düsseldorfer Symphoniker, Dala Sinfonietta, Belgrade Philharmonic, Ural Philharmonic, Württembergische Philharmonie Reutlingen und bei den Stuttgarter Philharmonikern gastieren; Debüts führen ihn zum Haifa Symphony, New Russia State Symphony Orchestra Moscow, Orquestra de Parana, RTV Slovenia Symphony Orchestra und zum Orquesta Sinfonica de Tenerife.

Daniel Raiskin arbeitet mit bedeutenden Solisten zusammen wie Martin Fröst, Alban Gerhardt, Natalia Gutman, Peter Jablonski, Janine Jansen, Kari Kriikku, Lang Lang, Alexei Lubimov, Mischa Maisky, Vladimir Mendelssohn, Midori, Schlomo Mintz, Daniel Müller-Schott, Steven Osborne, Enrico Pace, Ivo Pogorelich, Julian Rachlin, Benjamin Schmid, Hagai Shaham, Dmitri Sitkovetsky und Julian Steckel.

Die jüngsten Einspielungen des Zyklus mit den Brahms Sinfonien beim Label TwoPianists sowie die Einspielungen bei AVI Music mit Schostakowitschs 4. Sinfonie fanden großes Echo in der internationalen Presse. Seine Einspielung von den Cellokonzerten von Korngold, Bloch und Goldschmidt mit Julain Steckel erhielt einen Echo Klassik 2012.

---
http://www.stuttgarter-philharmoniker.de/1181 | Ausdruck vom: 27.07.2017 06:54

Geschäftsstelle der Stuttgarter Philharmoniker
Gustav-Siegle-Haus, Leonhardsplatz 28
70182 Stuttgart

T: 0711 216 - 88 993 (Zentrale)
T: 0711 216 - 88 990 (Karten und Abonnements)
F: 0711 216 - 88 991

E: Bitte aktivieren Sie JavaScript!
www.stuttgarter-philharmoniker.de

Logo BW und Stadt Stuttgart