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Philithek// Konzert-Mitschnitte

Dan Ettingers Geburtstagskonzert

Zum runden Geburtstag unseres Chefdirigenten am 10. Juni veröffentlichen wir ab 18:00 Uhr gemeinsam mit IDAGIO, dem Streamingdienst für klassische Musik, über dessen GLOBAL CONCERT HALL eine Aufnahme, die wir während des Pandemie-Lockdowns realisieren konnten. Zu hören (und zu sehen) sind Werke zweier in München geborener Komponisten, nämlich des berühmten Richard Strauss und des hierzulande kaum bekannten Paul Ben-Haim.

Den benötigten Zugangscode zum Konzert-Stream können Sie per Klick auf den Knopf „Ticket kaufen“ erstehen.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen!

 

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Paul Ben-Haim wurde als Paul Frankenburger 1897 (also 33 Jahre nach Strauss) geboren und verbrachte Jugend und Studium in seiner Heimatstadt. Er war Assistent von Bruno Walter und Hans Knappertsbusch, bevor er Kapellmeister am Augsburger Theater wurde. Seine vielversprechende Karriere brach der Jude Frankenburger 1933 ab, um nach Palästina zu emigrieren. Dort nahm er den Nachnamen Ben-Haim an.

Er gehörte zur ersten Komponistengeneration im modernen Israel und verband klassische mitteleuropäische Kompositionstechniken mit musikalischen Traditionen des nahen Ostens, beispielsweise den Melodien und Rhythmen der sephardischen Juden. Ben-Haims Liederzyklus „Myrtenblüten aus Eden“ für Sopran, Mezzosopran und Orchester über hebräische Texte aus der Bibel und dem Mittelalter entstand 1965 und ist ein typisches Beispiel für diesen Stil.

Im selben Jahr, in dem sein Landsmann Paul Ben-Haim nach Palästina auswandern musste, wurde Richard Strauss in Deutschland zum Präsidenten der „Reichsmusikkammer“ ernannt. Strauss' Musik zu Molières Komödie „Der Bürger als Edelmann“ war allerdings schon über zwei Jahrzehnte vorher entstanden, ursprünglich für ein Theaterexperiment am gerade eingeweihten neuerbauten Opernhaus in Stuttgart. Strauss und sein kongenialer Librettist Hugo von Hofmannsthal hatten die Idee, das barocke Theaterstück, mit neuer Schauspielmusik versehen, zusammen mit ihrer einaktigen Oper „Ariadne auf Naxos“ an einem Abend hintereinander aufzuführen.

Das Experiment stieß bei den Schwaben auf wenig Begeisterung. So entschloss sich Strauss, Teile seiner Schauspielmusik zu einer Suite für den Konzertsaal zu bearbeiten. Als musikalische Vorlagen hatten ihm ursprünglich Stücke von Jean-Baptiste Lully gedient, der im 17. Jahrhundert mit Molière ähnlich eng zusammengearbeitet hatte wie nun Strauss mit Hofmannsthal.

Daraus erklärt sich die ganz eigentümliche stilistische Stellung der „Bürger als Edelmann“-Suite in Strauss' Gesamtwerk.

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https://www.stuttgarter-philharmoniker.de/3299 | Ausdruck vom: 28.09.2021 09:44

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