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Veranstaltungsdaten
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Abo Sextett (3) – Die Alpen

Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie B-Dur KV 319

Niccolò Paganini
Sonata per la Gran Viola

Hector Berlioz
Harold in Italien – Sinfonie mit Solobratsche

Niccolò Paganini, der berühmteste Geiger diesseits und jenseits der Alpen, die er auf seinen Konzertreisen mehrmals durchquerte, vollendete seine „Sonata per la gran Viola“ (mit Orchester) im Jahre 1834. Er pflegte in dieser Zeit seine Liebe zum Bratschenspiel (in seinem Besitz befanden sich zwei Stradivari-Bratschen) und suchte nach neuer Musik für das Instrument. 1834 berichteten Pariser Zeitungen, Paganini habe von Hector Berlioz „eine neue Komposition nach der Art der Symphonie fantastique" erbeten.

Berlioz beschrieb die Entstehungsgeschichte des „Harold in Italien“ in seiner Autobiographie: „Kaum war der erste Satz geschrieben, als Paganini ihn sehen wollte. Beim Anblick der Pausen, die die Bratsche im Allegro hat, rief er aus: ‚Das geht nicht! Ich pausiere hier viel zu lange, ich muss immerfort zu spielen haben!‘ ... Ich erkannte, dass mein Plan der Komposition ihm nicht passen konnte, und beschloss, ihn mit einer anderen Intention durchzuführen, und mich nicht weiter darum zu kümmern, die Solobratsche besonders hervorzuheben … Ich wollte die Bratsche in den Mittelpunkt poetischer Erinnerungen stellen, die ich von meinen Wanderungen in den Abruzzen behalten hatte, eine Art melancholischen Träumer wie Byrons Childe Harold."

Zugegeben: Die Abruzzen sind nicht die Alpen, aber ihr höchster Gipfel, der Gran Sasso, reicht immerhin auch beinahe bis 3.000 Meter über den Meeresspiegel, und Berlioz ist einer der wenigen Komponisten, die sich selbst zu Fuß in den Bergen bewegten.

 

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