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Dufay Ensemble // Vokalensemble // Rückschau Saison 2012/13

Mit großem Bedauern haben die Stuttgarter Philharmoniker zu Jahresbeginn erfahren müssen, dass Eckehard Kiem 62-jährig völlig unerwartet auf dem Weg in seine alte Heimat Thüringen gestorben ist. „Kiem war voller Pläne. Sein Tod hat sie zunichte gemacht.“ (Badische Zeitung vom 3. Januar 2013)

Das Dufay Ensemble wurde Anfang der 1990er Jahre von Eckehard Kiem in Freiburg gegründet. In seiner Eigenschaft als Professor für Musiktheorie war es seit dem sein Anliegen, weitgehend unentdeckte oder selten aufgeführte Musik des späten Mittelalters und der Renaissance zu sichten und dem interessierten Publikum zugänglich zu machen. Selbst als Bassist ausgebildet, stellte er ein Ensemble aus professionellen Sängern zusammen.

Seit dem Jahr 2000 singt das Dufay Ensemble nahezu unverändert in der jetzigen Besetzung. Die Arbeit des Ensembles profitiert von der Tatsache, dass die meisten Mitglieder neben ihrer Tätigkeit als professionelle Sänger auch in anderen musikalischen Bereichen ausgebildet sind, etwa als Dirigenten, Organisten, Kirchenmusiker oder im Musikmanagement.

Einladungen zu renommierten Konzertreihen und Festivals, Rundfunkproduktionen und vor allem die bislang vorliegenden vier CD-Einspielungen mit Werken von Josquin Desprez und Jacobus Vaet, einer Entdeckung des Dufay Ensembles, dokumentieren die Qualität und den guten Ruf des Ensembles in der Alte-Musik-Szene. Die CD „Jacobus Vaet - Vol. II“ erhielt den „Diapason decouverte“ und die Produktion „Jacobus Vaet - Vol. III“ wurde mit dem „Diapason 5“ ausgezeichnet.

Die Besetzung besteht nach historischem Vorbild aus einem Altus, einem HauteContre, drei oder vier Tenören sowie zwei tiefen Bässen. Für diesen sehr sonor fundierten, aber gleichermaßen transparenten Klang erntete das Dufay Ensemble von der Presse viel Lob. Die Badische Zeitung schrieb: „Ob satt sechsstimmig, ob intim zu viert, immer bleibt der innige Klang schlank und wendig im Fluss und sorgt für ein unaufdringliches, transparentes Schweben.“ Ähnlich äußerten sich die Stuttgarter Nachrichten: „Perfekt mischt sich die klare, samtene Höhe des Altus mit den prägnanten Mittelstimmen und den sonoren tiefen Stimmen. Weich fließen die Melodiebögen, feingliedrig strukturiert ist deren wort- wie figurgezeugte Phrasierung. Hoch sensibel geht man mit der Textbezogenheit der Musik um, gewichtet mit subtiler dynamischer Schattierung den Stimmenverlauf und hält das Geflecht transparent.“

Mitglieder:
Regina Kabis - Superius
Alain Ebert - Altus
Rolf Ehlers - Haute Contre
Michael Bunse - Tenor
Florian Cramer - Tenor
Clemens Flämig - Tenor
Cornelius Leenen - Bariton
Georg Hage - Bass
Ekkehard Abele - Bass (in Stellvertretung für Eckehard Kiem)

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http://www.stuttgarter-philharmoniker.de/705 | Ausdruck vom: 14.12.2017 07:10

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