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Jonathan Stockhammer // Dirigent // Rückschau Saison 2011/12

Jonathan Stockhammer hat sich innerhalb weniger Jahre in der Welt der Oper, der klassischen Symphonik und der zeitgenössischen Musik einen Namen gemacht. Inzwischen ist er weltweit als Dirigent gefragt: Er arbeitete unter anderem mit dem Los Angeles Philharmonic, dem Oslo Philharmonic Orchestra, dem NDR Sinfonieorchester Hamburg, der Tschechischen Philharmonie und dem Sydney Symphony Orchestra zusammen und war auf Festivals wie den Salzburger Festspielen, den Donaueschinger Musiktagen und Wien Modern zu Gast. 

Den Auftakt zur Saison 2011/2012 bildet Jonathan Stockhammers Debüt beim Schleswig-Holstein Musik Festival mit den Dresdner Sinfonikern. Neben weiteren Debüts beim China National Symphony Orchestra, bei der Deutschen Kammerphilharmonie und beim Symfoniorkest Vlaanderen stehen für die Saison 2011/12 Wiedereinladungen zum WDR-Sinfonieorchester Köln, zur Radio Kamer Filharmonie, mit dem Ensemble Modern zu Musica Strasbourg und zum Europäischen Zentrum der Künste Dresden-Hellerau sowie zum RSO Stuttgart auf dem Programm. Er wird unter anderem mit den Solisten Carolin Widmann, Patricia Kopatchinskaya und Martin Grubinger zusammenarbeiten.    

Die Oper spielt eine zentrale Rolle in Jonathan Stockhammers musikalischen Aktivitäten. Die Liste seiner Operndirigate, darunter Die Dreigroschenoper, Zemlinskys Eine florentinische Tragödie, Sciarrinos Luci mie traditrici und Monkey: Journey to the West von Damon Albarn, weist ihn als Dirigenten aus, der sowohl komplexe Partituren als auch besondere, spartenübergreifende Produktionen als willkommene Herausforderung begreift und meistert. Regelmäßiger Gast ist er seit 1998 an der Opéra de Lyon, wo er unter anderem die erfolgreiche französische Erstaufführung von Dusapins Faustus, The Last Night leitete. In der Saison 2010/11 gab er mit diesem Werk im Concertgebouw Amsterdam höchst erfolgreich sein Debüt mit der Radio Kamer Filharmonie. Nachdem er mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart im Mai 2009 Rihms Proserpina zur Uraufführung gebracht hatte, leitete er das Orchester im September 2009 beim Straßburger Festival Musica erneut in einem Werk des Komponisten (Deus Passus). Im Théâtre du Châtelet Paris begeisterte er 2010 in Sondheims Little Night Music mit dem Orchestre Philharmonique de Radio France. Im Herbst 2011 bringt er Zwickers Der Tod und das Mädchen am Theater St. Gallen zur Schweizer Erstaufführung.

Neben Dirigaten der großen Orchesterliteratur der Klassik und Romantik sowie neuer Musik leitete er auch Produktionen, die sich den gängigen Kategorisierungen entziehen. Dazu gehören Greggery Peccary & Other Persuasions, eine CD mit Werken von Frank Zappa mit dem Ensemble Modern, die 2003 bei RCA erschien und mit einem ECHO Klassik ausgezeichnet wurde, sowie Konzerte und eine Einspielung des neuen Soundtracks zu Sergei Eisensteins Film Panzerkreuzer Potemkin von und mit den Pet Shop Boys. Die von ihm dirigierte Liveaufnahme The New Crystal Silence mit Chick Corea, Gary Burton und dem Sydney Symphony Orchestra erhielt 2009 einen Grammy. Sehr erfolgreich war auch seine Zusammenarbeit mit dem Rapper Saul Williams für Said the Shotgun to the Head, eine Komposition von Thomas Kessler, die unter seiner Leitung seit 2005 unter anderem vom WDR  und SWR Sinfonieorchester und Oslo Philharmonic zur Aufführung gebraucht wurde. Im März 2012 wird er Heiner Goebbels’ Surrogate Cities am Londoner South Bank Centre dirigieren.

Jonathan Stockhammer studierte zunächst Chinesisch und Politologie, ehe er sein Studium in Komposition und Dirigieren in Los Angeles, seiner Heimatstadt, aufnahm. Noch während des Studiums sprang er für eine Reihe von Konzerten beim Los Angeles Philharmonic Orchestra ein und wurde in der Folge eingeladen, dem Chefdirigenten Esa-Pekka Salonen zu assistieren. Mit Abschluss seiner Studien zog er nach Deutschland um und entwickelte enge künstlerische Beziehungen zu bekannten europäischen Ensembles wie Ensemble Modern, MusikFabrik und Ensemble Resonanz.

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http://www.stuttgarter-philharmoniker.de/556 | Ausdruck vom: 20.11.2017 10:43

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