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Carolin Widmann // Violine // Rückschau Saison 2011/12

In München geboren, wurde Carolin Widmann bei Igor Ozim in Köln, bei Michèle Auclair in Boston und bei David Takeno in London ausgebildet. Sie ist regelmäßiger Gast bei renommierten Festivals in Luzern, Schleswig-Holstein, Salzburg, Aspen, Banff, Davos und Bath, sowie beim Festival D'Automne in Paris, Musica Festival Strasbourg, bei den Musikfestspielen Berlin, dem Holland Festival und dem Jerusalem Chamber Music Festival.

Als Solistin konzertierte Carolin Widmann mit zahlreichen Rundfunk-Sinfonieorchestern, dem Gewandhaus-Orchester Leipzig, dem Tonhalle-Orchester Zürich, BBC Symphony Orchestra London, dem London Philharmonic Orchestra, dem China Philharmonic Orchestra Peking und Orchestra di Santa Cecilia Rom, unter Dirigenten wie Riccardo Chailly, Yehudi Menuhin, Sir Roger Norrington, Peter Eötvös, Vladimir Jurowski, Emanuel Krivine und Heinz Holliger.

Es ist Carolin Widmanns Anliegen, in ihren Programmen und Konzerten eine Brücke zwischen dem klassisch-romantischen Repertoire und der Musik der Moderne zu schlagen. So fühlt sie sich nicht nur dem traditionellen Violinrepertoire verbunden und verpflichtet – sie ist auch eine gefragte Interpretin für Neue Musik. Komponisten wie Wolfgang Rihm, Matthias Pintscher, Jörg Widmann und Erkki-Sven Tüür schreiben Werke für sie, des Weiteren arbeitet sie mit György Kurtág, Pierre Boulez, George Benjamin und Salvatore Sciarrino zusammen. Für ihre Bemühungen um die zeitgenössische Musik verlieh ihr die Forberg-Schneider-Stiftung bereits 2004 den Belmont-Preis.

In der Saison 2010/11 wird Carolin Widmann unter anderem mit Orchestre National de France (unter Marc Albrecht), dem Radio Sinfonieorchester Wien (unter Peter Eötvös), dem Konzerthaus Orchester Berlin (unter Peter Ruzicka), dem Berner Sinfonieorchester (unter Christoph Poppen) und dem WDR-Sinfonieorchester (unter Peter Rundel) konzertieren. Im September 2011 spielt sie weiter die Uraufführung des Violinkonzerts von Rebecca Saunders, mit dem BBC Symphony Orchestra unter der Leitung von Sylvain Cambreling, im Rahmen des Beethovenfestes.

Gemeinsam mit Salome Kammer und dem renommierten französischen Theaterregisseur Antoine Gindt hat Carolin Widmann eine szenische Fassung der Kafka-Fragmente von György Kurtág erarbeitet, die auch in der aktuellen Saison wieder aufgenommen wird, unter anderem in Athen, Salzburg und Paris.

Carolin Widmanns Debüt-CD „Reflections I” wurde 2006 mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Im September 2008 erschien ihre erste Platte bei ECM mit den Schumann-Sonaten, die sie zusammen mit Dénes Várjon eingespielt hat, und die von der Presse hoch gelobt wurde. Ihre im Herbst 2009 erschienene CD „Phantasy of Spring” mit Werken von Feldman, Zimmermann, Schönberg und Xenakis wurde mit dem diapason d’or und unlängst mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik 2010 in der Kategorie Kammermusik ausgezeichnet. Im Jahr 2011 wird ebenfalls bei ECM eine Aufnahme des Feldman Violinkonzerts sowie eine CD mit Stücken von Franz Schubert erscheinen. Letztere wird sie im Oktober gemeinsam mit dem Pianisten Alexander Lonquich aufnehmen.

Über ihre Solistentätigkeit hinaus, ist Carolin Widmann seit Oktober 2006 Professorin für Violine an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn-Bartholdy in Leipzig und wurde kürzlich berufen, ab 2012 die künstlerische Leitung des ältesten Kammermusikfestivals Deutschlands, der Sommerlichen Musiktagen Hitzacker, zu übernehmen.

Carolin Widmann spielt eine Violine von G.B. Guadagnini aus dem Jahre 1782.

Konzerte mit Carolin Widmann

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