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  • Joseph Moog hat sich als Meister des gängigen wie auch des in Vergessenheit geratenen Repertoires international einen Namen gemacht.
  • „Unter Nicholas Miltons Leitung entfalten die Philharmoniker eine gewinnende Balance aus kraftstrotzender expressionistischer Farbpalette, geschärften Konturen und rhythmischsattem Drive.“ Stuttgarter Nachrichten
Foto: Canberra Symphony Orchestra„Unter Nicholas Miltons Leitung entfalten die Philharmoniker eine gewinnende Balance aus kraftstrotzender expressionistischer Farbpalette, geschärften Konturen und rhythmischsattem Drive.“ Stuttgarter Nachrichten Foto: Canberra Symphony Orchestra
Veranstaltungsdaten
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Die Große Reihe - Junge Wilde

Einführung um 19 Uhr

Kartentelefon:
0711.2 55 55 55

Der Einzelkartenvorverkauf beginnt am 1. August.

BRAHMS
Klavierkonzert Nr. 1

MAHLER
Sinfonie Nr. 1 „Der Titan“

Programmheft als Download (1,9 MB)

EIN JUGENDBILD hat man nicht vor Augen, wenn man an Johannes Brahms denkt – eher einen langbärtigen Herrn bestenfalls mittleren Alters. Aber auch dieser Komponist war mal jung – und schrecklich verliebt in eine Frau, die er nicht haben konnte. Sein 1. Klavierkonzert ist das Werk eines 23-Jährigen und enthält, wie Brahms der verehrten (und verheirateten) Clara Schumann erläuterte, „ein sanftes Portrait von Dir, das dann Adagio werden soll“. Das Konzert ist Zeugnis eines Haderns mit den großen Gattungen, mit einem Klaviersonatensatz als Keimzelle, aus der eigentlich eine Sinfonie werden sollte (die Brahms dann erst mit über 40 fertig stellte). Auf die Idee, ein Klavierkonzert daraus zu formen, kam der Komponist im Traum: „Ich war ganz begeistert“, teilte er der Freundin mit. Auch Gustav Mahler brauchte eine Weile, bis er seine 1. Sinfonie schrieb – man kann einige seiner Äußerungen so interpretieren, als habe er vor der offiziellen „Ersten“ 1889 schon vier davon komponiert gehabt, die nie den Weg aufs Podium fanden. „Eine heftige Schlacht“ sei im Publikum ausgebrochen, das Publikum in „Mahlerfreunde und Mahlerhasser“ gespalten gewesen, berichtete Karl Kraus aus Budapest, wo Mahler seinerzeit Opernchef war. Der berüchtigte Kritiker Eduard Hanslick schrieb von „einer Gattung Musik (…), die für mich keine ist“, wies aber auch auf den frenetischen Applaus der jüngeren Zuhörer hin. Auch wenn Mahlers 1. Sinfonie insgesamt noch recht spätromantisch daherkommt und einen Zug von Naivität hat: Hier wurden tatsächlich die „neuen Bahnen“ beschritten, die Robert Schumann schon beim jungen Brahms erahnte.

 

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http://www.stuttgarter-philharmoniker.de/2042 | Ausdruck vom: 17.12.2017 11:02

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