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Xu Fengxia // Zheng // Rückschau Saison 2016/17

Die aus Shanghai stammende Xu Fengxia ist in China eine Pionierin, was die Verbindung von traditioneller chinesischer Musik mit Jazz oder Improvisation betrifft. Schon mit sieben Jahren begann sie, auf chinesischen Zupfinstrumenten zu spielen. Später studierte sie mit großem Erfolg an der Musikhochschule in Shanghai. Danach war sie Solistin im Orchester für Chinesische Musik Shanghai und gab Solokonzerte auf bis zu vier Instrumenten, darunter die Wölbbrettzither Zheng. Seit ihrer Übersiedlung nach Deutschland ist Xu Fengxia in verschiedenen Bereichen sehr erfolgreich. Sie widmet sich der Pflege der traditionellen chinesischen Musik. So organisierte sie eine Tournee mit dem 85-jährigen berühmtesten chinesischen Bambusflötenspieler Lu Chunling.

Ein neuer Schwerpunkt wurde für sie die Begegnung mit Musikern der Improvisierten Musik und des Jazz, z.B. die Zusammenarbeit mit dem 2002 verstorbenen Bassisten Peter Kowald oder ein Projekt mit Peter Brötzmann. Xu Fengxia war auf Jazzfestivals in aller Welt zu Gast. Mit Didier Petit und Sylvain Kassap gründete sie das East-West-Trio.

Außerdem wurde sie für Premieren zahlreicher Werke zeitgenössischer Komponisten aus China und Deutschland eingeladen. Sie spielte u.a. mit dem Orchester des Bayerischen Rundfunks, dem Ensemble Recherche, dem Nieuw Ensemble Amsterdam, der Bremer Kammerphilharmonie oder dem BBC-Chor. Ferner wirkte sie bei Opernprojekten in Saarbrücken und Hamburg mit.

Im Jahr 2009 bekam sie den Jazzpott der Stadt Essen und für ihre Duo-CD „Black Lotos“ den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Seit kurzem widmet sie sich auch der Komposition. Sie schrieb u.a. ein Streichquartett und ein Jazzquartett mit dem Namen „Shanghai Blue Sky“.

2008 startete sie das Projekt „Qianxingzhe“ (ein Schritt vor tausend Schritten) über verschiedene Dimensionen von Improvisation, Neuer Musik und Global Jazz Musik. Musiker der älteren Generation der westlichen Avantgarde treffen oder trafen dabei auf jüngere chinesische Musiker. Das Projekt wurde bei einem Konzert in der Shanghaier Musikhochschule geboren. Dabei gelang es ihr, die eher konservativen Institutionen der Musikausbildung in China (Shanghaier Musikhochschule, Beijinger Musikhochschule, Suzhou Technologie Universität Musikabteilung) für ihre innovativen Ideen zu gewinnen. Jedes Jahr organisiert sie eine Tour in China.

2011 gründete sie gemeinsam mit dem Zitherspieler Georg Glasl das Duo „Mondsüchtig“. Mit ihrem „Shangyin Trio“ spielt sie seit 2010 eigene Kompositionen oder Bearbeitungen von chinesischen Stücken. 2016 finden in China Konzerte statt mit Musiken zu den Arbeiten des französischen Stummfilmpioniers Meliès.

Konzerte mit Xu Fengxia

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