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Jan Willem de Vriend // Dirigent // Rückschau Saison 2016/17

Jan Willem de Vriend studierte Violine an den Konservatorien in Amsterdam und Den Haag. Schon während des Studiums dirigierte er diverse Opernproduktionen, wie etwa „Die Fledermaus“ von Johann Strauß und „Der Silbersee“ von Kurt Weill. 1982 gründete er das Combattimento Consort Amsterdam, ein Ensemble, das sich überwiegend den Werken des 17. und 18. Jahrhunderts unter Berücksichtigung der historischen Aufführungspraxis, jedoch unter Verwendung modernen Instrumentariums widmet.

Mit seinem Ensemble spielte Jan Willem de Vriend zahlreiche CD-, Radio- und Fernseh-Aufnahmen ein, die nicht nur in der holländischen Presse hoch gelobt wurden. Als Geiger und künstlerischer Leiter war er für viele bedeutende Konzerte und Opernproduktionen in den Niederlanden, in zahlreichen europäischen Ländern, in Nord- und Südamerika sowie in Japan verantwortlich. Darüber hinaus wurde er als Konzertmeister auch von anderen Ensembles eingeladen, darunter die Camerata Bern und das Ensemble Oriol Berlin.

Jan Willem de Vriend ist seit 2006 Chefdirigent des Symfonieorkest / Orkest van het Oosten und darüber hinaus seit 2015/16 Principal Conductor des Residentie Orkest Den Haag sowie erster Gastdirigent des Orquestra Simfònica de Barcelona i Nacional de Catalunya. Ferner ist er regelmäßiger Gast bei weiteren holländischen Orchestern. So dirigierte er u.a. mehrfach das Nederlands Kamer Orkest, die Radio Kamer Filharmonie, das Barbants, Gelders, Noord Nederlands und das Limburgs Symphonisch Orkest. Ferner arbeitete er mit dem RIAS Jugendorchester, dem schwedischen Ensemble Musica Vitae und der Deutsche Kammerphilharmonie Bremen.

2008 gab er sein Debüt beim Concertgebouw Orkest, zu dem er mittlerweile mehrfach erfolgreich zurückkehrte. Ferner war er Gast des Mozarteum-Orchesters Salzburg, des Wiener Concert-Vereins, der Duisburger Philharmoniker und des Sinfonieorchesters Wuppertal. Es folgten Einladungen des Konzerthausorchesters Berlin, der NDR Radiophilharmonie Hannover, der SWR-Orchester, des Orchestre Philharmonique de Luxembourg, der Bergen Philharmonie, Tonhalle Zürich und des Hongkong Philharmonic.

Seit jeher spielte die Oper in Jan Willem de Vriends Aktivitäten eine große Rolle. Er gastierte u.a. an den Opernhäusern von Barcelona, Luzern und Straßburg sowie bei den Schwetzinger Festspielen. Er dirigierte u.a. für die Nationale Reisopera Händels „Rodelinda“, „Agrippina“ und „Alcina“, Monteverdis „L'incoronnazione di Poppea“ und „L'Orfeo“, Purcells „King Arthur“ und „Dido and Aeneas“. Ferner leitete er Mozarts „Zauberflöte“ an der Opéra du Rhin in Straßburg, Monteverdis „L'Orfeo“ an der Oper Luzern sowie die Oper „Der Stein der Weisen“, die von Eva Buchmann inszeniert wurde. Mit der „Fledermaus“ und mit Heinrich Ignaz Franz von Bibers „Arminio“ unternahm Jan Willem de Vriend ausgedehnte Tourneen durch Holland.

Jan Willem de Vriend arbeitete mit Regisseuren wie Philipp Himmelmann, Achim Freyer, Eric Vos und Jens Daniel Herzog zusammen. In 2012 erhielt er den „Radio 4 Prijs“, einen der renommiertesten Preise für klassische Musik in Holland.

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