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  • Lidija & Sanja Bizjak
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Enthüllungen (5)

Mozart
Ouvertüre zu Don Giovanni

Poulenc
Konzert für zwei Klaviere

Mozart
Pariser Sinfonie

Offenbach
Ouvertüre zu Orpheus in der Unterwelt

Prost Mahlzeit: Mozart mit Maske!

Seit wir im Falle einer Erkrankung nicht mehr zu einem Schamanen, sondern zum Hausarzt gehen, ist unsere Lebenserwartung deutlich gestiegen. Verloren gegangen ist uns aber die alltägliche Begegnung mit Masken. In unserer offenen westlichen Welt führen alle gesichtsverhüllenden Mittel ein Schattendasein. Gesichtsmasken verbinden wir heutzutage vor allem mit dunklen, oft kriminellen Gestalten, die ihre Identität verbergen wollen. Lediglich in einigen schwer zugänglichen Clubs oder in Karnevalshochburgen besteht während bestimmter Termine oder Festtage die Möglichkeit, das „wahre Gesicht“ zu verbergen, ohne in polizeilichen Verdacht zu geraten. Tatsächlich führen die meisten Maskierten in diesen Welten nichts Böses im Schilde. Bei Maskenbällen zum Beispiel, wo um Mitternacht die Larven gelüftet werden, handelt es sich um ein heiteres Vergnügen, ein munteres „Bäumchen-wechsele-dich-Spiel“: Wer ist da wem in die Arme gefallen?!

Dürfen wir uns Mozart inmitten solcher Verkleidungs- bzw. Enthüllungsspiele vorstellen? In der Tat war dieser ein großer Liebhaber von Masken und Kostümen. Vorzugsweise schlüpfte er in die Rolle eines Harlekins, eines Clowns. In einem Brief Mozarts aus dem Jahre 1783 lesen wir: „wir haben am fasching Monntag unsere Compagnie-Masquerade auf der Redoute aufgeführt. […] Meine Schwägerin war die Columbine, ich der Harlequin. […] Der Tanzmeister Merk hatte die güte uns abzurichten; und ich sag es ihnen wir spielten recht artig.“  Drei Jahre später hat Mozart sogar an einem der großen Maskenbälle in der Wiener Redoute teilgenommen. Dort erschien er am 19. Februar 1786 in der Verkleidung als indischer Philosoph und verteilte Flugblätter, die unter anderem acht Rätsel enthielten.

 

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