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Sergei Nakariakov // Flügelhorn // Rückschau Saison 2015/16

„Der Paganini der Trompete“, „Ein außergewöhnliches Talent“, „Der junge Zauberer aus Rußland“ - sind nur einige der Attribute, mit denen Sergei Nakariakov in der Musikwelt geschmückt wird.

Geboren wurde Sergei Nakariakov 1977 in Gorki. Seine musikalische Laufbahn begann er jedoch zunächst mit dem Klavierspiel. Nach einer Rückenverletzung im Jahre 1986 musste der damals neunjährige Nakariakov dieses allerdings aufgeben und widmete sich fortan einem intensiven Trompetenstudium. Bis zum Jahre 1995 war es ausschließlich sein Vater Mikhail Nakariakov, der hierbei das außergewöhnliche musikalische Gespür des jungen Trompeters förderte und ihm überdies das technische Rüstzeug eines Virtuosen auf den Weg gab.

Ersten Konzerten in Russland folgten schnell Einladungen nach Schweden, Österreich, in die Niederlande und nach New York. Überall versetzte der junge Nakariakov das Publikum durch eine unvergleichliche Virtuosität und tiefempfundene Musikalität in Erstaunen. Bereits Anfang der 90er Jahre debütierte Nakariakov bei den Salzburger Festspielen und gastierte beim Schleswig-Holstein Musik Festival, wo ihm der Prix Davidoff verliehen wurde. Seitdem ist er in vielen Musikmetropolen und bei zahlreichen Festivals aufgetreten, so u.a. in der Royal Festival Hall, bei den Musikfestivals in Cannes, Menton, Strasbourg, Verbier, Montreux, Hollywood Bowl Festival in Los Angeles, Mostly Mozart in New York und bei den Proms in London. Außerdem unternimmt er regelmäßig Tourneen durch Japan.

Zahlreiche Begegnungen mit renommierten Solisten zeichneten hierbei Sergei Nakariakovs Weg. Unter anderem spielte er mit Evgeni Kissin Schostakowitschs Klavierkonzert Nr. 1 in Finnland, mit Tatjana Nikolaeva bei den Salzburger Festspielen und mit Martha Argerich beim Festival in Montreux. Zu den Dirigenten, mit denen er zusammengearbeitet hat, gehören Vladimir Ashkenazy, Yuri Bashmet, Jiří Bělohlávek, Andrey Boreyko, Jesus Lopez-Cobos, Christoph Eschenbach, Dmitri Kitajenko, Emmanuel Krivine, Sir Neville Marriner, Kent Nagano, Dimitri Sitkovetsky, Saulius Sondeckis, Vladimir Spivakov, Xian Zhang und Jaap van Zweden.

Im Jahre 2001 spielte Sergei Nakariakov in dem japanischen Film „Taiga no itteki“ sowohl die Rolle eines jungen Trompeter in Tokyo, als auch den Soundtrack des Films.
2002 wurde er mit dem „Echo“ Klassik-Preis als Instrumentalist des Jahres ausgezeichnet.

In Deutschland verbuchte Sergei Nakariakov seine jüngsten Erfolge u.a. mit Gastspielen in der Hamburger Musikhalle und der Alten Oper Frankfurt, beim Kissinger Sommer, beim Rheingau und Schleswig-Holstein Musik Festival. Regelmäßig unternimmt der Ausnahme-Trompeter ausgedehnte Tourneen und spielt Konzerte in allen wichtigen Städten des Landes. Er konzertierte unter anderem mit dem BBC Symphony Orchestra, Philharmonia Orchestra, English Chamber Orchestra, St. Paul Chamber Orchestra, St. Martin in the Fields, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Moscow Soloists and Moscow Virtuosi, dem Württembergischen und Münchner Kammerorchester, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Radiosinfonie-Orchester Frankfurt, RSO Stuttgart, dem Rundfunksinfonieorchester Saarbrücken, dem MDR-Sinfonieorchester Leipzig, dem Kölner sowie dem Zürcher Kammerorchester.

Der deutsche Komponist Jörg Widmann komponierte eigens für Sergei Nakariakov das   Trompetenkonzert „Ad Absurdum“, welches der Trompeter 2006 mit dem Münchner Kammerorchester unter der Leitung von Christoph Poppen uraufgeführt hat. Widmann hat ihm das Werk nicht nur gewidmet, sondern auch auf die einzigartigen technischen Fähigkeiten und die damit verbundenen Möglichkeit der sogenannten „Zirkularatmung“ zugeschnitten. „Sergei Nakariakov muss ein Fisch sein, er muss durch Kiemen atmen. Woher sonst nimmt er die Luft zu dem endlosen Trompeten-Geflatter, das Jörg Widmann für ihn maßgeschneidert hat“, fragte sich angesichts dieses Stückes ein Kritiker des Münchner Merkur. Das 15minütige Perpetuum Mobile der bis zur Grenze des gerade noch Spielbaren gesteigerten Virtuosität wird von Nakariakov seitdem in ganz Europa aufgeführt; u.a. mit dem BBC Orchester in London, dem ungarischen Nationalorchester in Budapest, Liège und Bochum sowie mit dem Mozarteum Orchester in Salzburg. 2011 hat er es u.a. mit dem RSO Stuttgart zur Aufführung gebracht und Anfang 2012 mit der Jungen Deutschen Philharmonie in der Alten Oper Frankfurt.

Im Herbst 2013 übernahm Sergei Nakariakov unter anderen die Eröffnungskonzerte im Prager Rudolfinum Anfang Oktober und spielte dort Widmanns „ad absurdum“ unter der Leitung von Jiří Bělohlávek mit der Tschechischen Philharmonie. Auch im Juli/August 2014 hat Sergei Nakariakov dieses Stück beim Pacific Music Festival Sapporo in Japan aufgeführt. Im November 2014 erfuhr das Widmann-Konzert im Wiener Musikverein zusammen mit dem “Tonkünstler Orchester“ unter der Leitung von Michael SchØnwandt seine österreichische Erstaufführung. Am Neujahrstag, dem 1. Januar 2015, wird er das Widmann-Konzert mit der Deutschen Kammerphilharmonie erstmals in der Kölner Philharmonie spielen.

Des Weiteren ist Sergei Nakariakov aktuell wieder in vielen weiteren Metropolen weltweit vertreten, u.a. in Berlin, Wien, London, Tokyo, Prag, München und Moskau. Eine enge und fruchtbare Künstlerfreundschaft verbindet ihn mit dem Jazztrompeter Till Brönner. Ende Juli 2013 konnte die Premiere des Projekts „Brönner und Nakariakov“ beim Schleswig-Holstein Musik Festival einen großen Erfolg verbuchen. Nachfolgend fand dieses außergewöhnliche Gipfeltreffen der beiden unterschiedlichen Trompetenstars seine Fortsetzung im Dezember 2013 in Hamburg, München, Baden-Baden, Berlin und Dortmund. Weitere Termine in 2015/16 sind bereits avisiert.

Mit Teldec Classics International verband Sergei Nakariakov ein langjähriger Exklusivvertrag. Seine Diskographie umfasst die berühmtesten Trompetenkonzerte und Solowerke sowie atemberaubende Bearbeitungen hochvirtuoser Instrumentalkonzerte, die er u.a. mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn sowie dem Philharmonia Orchestra of London unter der Leitung von Vladimir Ashkenazy eingespielt hat.

Warner Classics hat Anfang 2012 sämtliche Teldec-Aufnahmen in zwei Sammel-Boxen erneut veröffentlicht. Zudem erschien 2012 bei Warner auch eine neue Recital-CD  mit dem Titel „Widmung“, die Sergei Nakariakov und seine langjährige Klavierpartnerin Maria Meerovitch eingespielt haben.

Sergei Nakariakov spielt auf Instrumenten von Antoine Courtois, Paris.

Konzerte mit Sergei Nakariakov

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http://www.stuttgarter-philharmoniker.de/1648 | Ausdruck vom: 19.08.2017 22:29

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