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Nicholas Milton // Dirigent // Rückschau Saison 2015/16

Nicholas Milton wurde mit dem Pianisten Joseph Moog und dem Canberra Symphony Orchestra in diesem Dezember für einen Grammy nominiert.

Mit seinem dynamischen Dirigierstil, musikalischer Überzeugungskraft und herausragenden Interpretationen eines breitgefächerten Opern- und Konzertrepertoires eroberte sich Nicholas Milton einen hervorragenden Ruf in der Generation der jüngeren Dirigenten. Seit der Spielzeit 2014/15 ist er Generalmusikdirektor und Chefdirigent des Saarländischen Staatstheaters.

Seine Laufbahn begann der Australier zunächst als Geiger und Kammermusiker - er wurde mit 19 Jahren zum jüngsten Konzertmeister Australiens (Adelaide Symphony Orchestra) ernannt und war Mitglied des australischen Macquarie Trios, bevor er sich ausschließlich dem Dirigieren widmete.

In kurzer Zeit hat er sich im internationalen Konzertgeschehen und in der Opernszene einen Namen gemacht. So arbeitete er mit Spitzenorchestern in Deutschland, Österreich, England, Ungarn, Frankreich, den Niederlanden und Asien (u.a. London Philharmonic Orchestra, Konzerthausorchester Berlin, NDR Sinfonieorchester Hamburg, SWR Radio Sinfonieorchester Stuttgart, NDR Radiophilharmonie Hannover, Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken, Philharmonisches Orchester Dortmund, Staatsorchester Wiesbaden, Staatsorchester Darmstadt, Orchester des Nationaltheaters Mannheim, Philharmonisches Orchester Heidelberg, Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Staatskapelle Halle, Philharmonischen Orchester Freiburg, Bremer Philharmoniker, Bruckner Orchester Linz, Tonkünstler-Orchester, Orchestra della Svizzera Italiana, Brabants Orkest, Orchestre Philharmonique de Nice, Orchestre de Picardie, Odense Symphony, Sinfonia Varsovia, MAV Orchestra Budapest, RTV Slovenia Symphony Orchestra Ljubljana, Taiwan Philharmonic, China National Symphony Orchestra und Gunma Symphony Orchestra Japan). 2013 war er Assistent von Mariss Jansons mit dem Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam anlässlich einer umfangreichen Tournee durch Europa und die USA.

Der australische Dirigent hat mit seinen erfolgreichen Gastdirigaten an der Komischen Oper Berlin mit „Hoffmanns Erzählungen“, „Die Fledermaus“ und „Carmen“ und an der Volksoper Wien mit „La Traviata“, „Carmen“, „Hänsel und Gretel“, „Die Zauberflöte“ und „Die Fledermaus“ Aufsehen erregt. Darüber hinaus leitete er die Neuproduktionen von „Don Pasquale“ in Linz, „La Fanciulla del West“ und „Die Zauberflöte“ in Innsbruck, „Der fliegende Holländer“ in Dortmund, „Don Giovanni“ in Leipzig, „Carmen“ in Mainz und „Tosca“ an der Opera Australia. Als Generalmusikdirektor in Saarbrücken dirigierte er 2014/15 „Der fliegende Holländer“, „Tosca“, „Un ballo in maschera“ und „Hänsel und Gretel“.

Seine Diskografie beinhaltet Aufnahmen von Strauss „Ein Heldenleben“, Bruckner Sinfonie Nr. 8, Prokofjew Sinfonie Nr. 5, Skrjabin „Prometheus“, Strawinsky „Der Feuervogel“, Steve Reich „City Life“, Schubert-Bearbeitungen von Berio, Webern und Maderna, Klavierkonzerte von Rachmaninoff, Grieg, Rubinstein, Moszkowski und Mozart und Violinkonzerte von Wieniawski, Vieuxtemps, Conus und John Adams.

Nicholas Milton studierte am Musikkonservatorium Sydney, an der Universität Michigan, am Mannes College of Music und an der renommierten Juilliard School of Music die Fächer Violine, Dirigieren, Musiktheorie und Philosophie. Außerdem promovierte er an der City University New York im Fachbereich Musik. Nicholas Milton wurde von Jorma Panula an der Sibelius Akademie Helsinki gefördert. 1999 kürte ihn „Symphony Australia“ zum Dirigenten des Jahres. Außerdem war er Preisträger beim „Internationalen Lovro-von-Matacic-Dirigierwettbewerb“.

Seit 2001 ist Milton Chefdirigent beim Willoughby Symphony Orchestra (Sydney), von 2004 bis 2010 war Nicholas Milton Generalmusikdirektor der Jenaer Philharmonie. Ab 2007 kam das Amt des Chefdirigenten und Künstlerischen Leiters des Canberra Symphony Orchestra hinzu. 2001 erhielt er für sein gesellschaftliches Engagement und seine Aktivitäten zur Förderung der Musik die „Australische Jahrhundertmedaille“.

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