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Muhai Tang // Dirigent // Rückschau Saison 2015/16

Muhai Tang widmet seine Arbeit der Schaffung neuer Wege für die klassische Musik, der Bildung neuer Publikumsschichten und dem künstlerischen Ansehen neuer oder weniger bekannter Orchester. Er ist Chefdirigent und künstlerischer Leiter der Oper und des Tianjin Symphony Orchestra und künstlerischer Leiter des Shanghai Philharmonic Symphony Orchestra und des Zhenjiang Symphony Orchestra in China. Die Zusammenarbeit mit diesen Orchestern fördert den Aufbau und die Stabilisierung der künstlerischen Produktion in China, was ihm besonders am Herzen liegt. Außerdem ist Muhai Tang seit September 2009 2. Gastdirigent der Hamburger Symphoniker. Von 2010 bis 2015 war er Chefdirigent der Belgrader Philharmonie.

Als Sohn eines berühmten Filmregisseurs in China zog es ihn auf die musikalische Bühne. Er dirigierte Opern auf mehreren Kontinenten, zuletzt eine umjubelte Neuproduktion von Rossinis Oper „Le Comte Ory“ in Zürich. Er war Chefdirigent der Finnischen Nationaloper in Helsinki, wo er sehr erfolgreich Neuproduktionen von „Die Frau ohne Schatten“, „Turandot“, „Der Rosenkavalier“, „Pique Dame“, „Madame Butterfly“, „Tosca“, „La Rondine“, „Boris Godunow“, „Le nozze di Figaro“, „La Traviata“, „Il barbiere di Siviglia“ und „Otello“ geleitet hat. Seine Ballett-Aufführungen umfassen einen bejubelten „Sacre du Printemps“ und eine neue Produktion von „Schwanensee“. 2007 dirigierte er voll-szenische Aufführungen von Tan Duns Oper „Tea“ mit dem Royal Stockholm Philharmonic.

Muhai Tang arbeitete mit Orchester wie dem NDR Sinfonieorchester Hamburg, Oslo Philharmonic, St. Petersburg Philharmonic , Malaysian Philharmonic, der Dresdner Philharmonie und dem NHK Symphony Orchestra, Royal Flemish Philharmonic, dem Orchestre National de Lille, Orchestra Verdi in Mailand, Teneriffa Symphonie-Orchester, Bilbao Symphony und dem Hong Kong Philharmonic Orchestra.

Zu den Höhepunkten der Saison 2014/2015 zählten Konzerte mit dem Prager Symphonieorchester, der Belgrader Philharmonie (einschließlich einer USA-Tounee), der Philharmonie Luxemburg, des Arpeggione Kammerorchesters sowie eine mit Spannung erwartete Europa-Tournee mit dem Tianjin Symphony Orchestra.

Muhai Tangs internationale Karriere begann, als Herbert von Karajan ihn einlud, die Berliner Philharmoniker in ihrer Abo-Reihe 1983 zu dirigieren. Dieser Erfolg führte zu weiteren Einladungen der Berliner Philharmoniker und vielen der weltweit führenden Orchestern wie dem London Philharmonic, dem Gewandhausorchester Leipzig, der Staatskapelle Dresden, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Orchestre de Paris, Orchestre National de France, Sydney Symphony Orchestra und dem San Francisco Symphony Orchestra unter vielen anderen. Seitdem war er Gastdirigent auf vier Kontinenten und bei Musikfestivals in Prag, Berlin, Edinburgh, Verona, Bergen und Peking. Mit einer herausragenden Bühnenpräsenz und seiner natürlichen Technik ist er beim Publikum und den Musikern gleichermaßen sehr beliebt. Er arbeitete mit zahlreichen großen Künstlern wie Mstislav Rostropovich, Yehudi Menuhin, Itzhak Perlman, Cecilia Bartoli, Jean-Pierre Rampal, Martha Argerich und Anne-Sophie Mutter, um nur einige zu nennen.

Muhai Tang verfügt über ein außergewöhnlich breites Repertoire von Bach bis zu modernen Komponisten. Er war Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Zürcher Kammerorchesters, was ihm die Chance gab, das Kammerorchester-Repertoire, das ihm seit jeher am Herzen liegt, zu erforschen. Insbesondere für seine Aufführungen von Joseph Haydn erhielt Muhai Tang großen Beifall. Zuvor war er Chefdirigent beim Royal Philharmonic Orchestra of Flanders, China National Symphony Orchestra, Queensland Orchestra in Australien und dem Gulbenkian Orchester in Lissabon. Beim Gulbenkian Orchester war er in den Jahren von 1987 bis 2000 Chefdirigent, in denen er dem Orchester mit internationalen Tourneen und CD-Aufnahmen zu großem Ansehen verhalf. In Queensland erhielt er für seine eindrucksvollen Zyklen der Werke von Mahler und Bruckner Aufmerksamkeit.

Er unterhält enge Beziehungen zu China, wo er regelmäßig in Peking und Shanghai dirigiert. Muhai Tang liegt besonders die Arbeit mit jungen Musikern am Herzen. Er leitete das Shanghai Conservatory Orchestra, wo er selbst auch studierte, in Berlin im Rahmen des „Young Euro Classic-Festival“, in denen 17 Jugendorchester an 17 Tagen auftreten. Im August 2007 brachte er Studenten aus dem Shanghai Conservatory mit dem Deutschen Jugendorchester zusammen, ein Projekt, das seine Höhepunkte in zwei Aufführungen im Konzerthaus Berlin und einer Tour durch sechs große Städte Chinas hatte. 2007 wurde Muhai Tang zum Professor und Leiter der Abteilung für Dirigieren am Konservatorium berufen. Außerdem ist er künstlerischer Leiter der Shanghai Concert Hall und Ehrendirigent des National Symphony Orchestra of China.

Unter den vielen Aufnahmen von Muhai Tang, wurde der CD mit Gitarrenkonzerten von Tan Dun und Christopher Rouse mit Sharon Isbin und dem Gulbenkian Orchester für Teldec 2002 ein Grammy verliehen.

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