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Ingeborg Danz // Mezzosopran // Rückschau Saison 2014/15

In Witten an der Ruhr geboren, studierte die Altistin Ingeborg Danz zunächst Schulmusik an der Nordwestdeutschen Musikakademie Detmold. Nach dem Staatsexamen setzte sie ihr Studium im Fach Gesang bei Heiner Eckels fort und legte ihr Konzertexamen mit Auszeichnung ab. Bereits während des Studiums gewann sie zahlreiche Wettbewerbe. Weitere Auszeichnungen waren ein Stipendium des Deutschen Musikrats und des Richard-Wagner-Verbands.

Auch wenn Ingeborg Danz bereits an verschiedenen Opernhäusern wie u. a. der Staatsoper Hamburg gastierte, so liegt ihr Schwerpunkt ohne Frage im Bereich Konzert- und Liedgesang. Eine besonders enge Zusammenarbeit verbindet sie zum einen mit der Internationalen Bachakademie Stuttgart und Helmuth Rilling, zum anderen mit Philippe Herreweghe und dem Collegium vocale Gent.

Im Konzertfach lässt sich Ingeborg Danz nicht auf eine Epoche festlegen. Zu ihrem ständigen Repertoire gehören einerseits spätromantische Werke wie die Symphonien Mahlers, Berlioz' „Nuits d'été“ oder auch Schumanns „Faust-Szenen“, die Messen Bruckners und Beethovens. Andererseits ist es sicherlich nicht übertrieben, wenn man sie zu den ersten Altistinnen in der Interpretation der Musik Bachs zählt. Nach einer Aufführung der h-Moll-Messe mit den Münchner Philharmonikern urteilte ein Münchener Kritiker: „Ingeborg Danz, die derzeit führende Konzertaltistin - wer von dieser Agnus Dei-Arie ergriffen wurde, ist verdorben für alle weiteren h-Moll-Messen!“ So ist Ingeborg Danz auch der Neuen Bachgesellschaft Leipzig als Direktoriumsmitglied eng verbunden.

Ihre Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Riccardo Muti, Herbert Blomstedt, Manfred Honeck, Christopher Hogwood, Philippe Herreweghe, Riccardo Chailly, Heinz Holliger, Helmuth Rilling, Ingo Metzmacher und Semyon Bychkov führte sie an die Mailänder Scala, zu den Luzerner und Salzburger Festspielen und zu den großen Orchestern der Welt: Royal Concertgebouw Orchestra, Boston Symphony Orchestra, Wiener und Münchner Philharmoniker, Gewandhausorchester Leipzig, Symphonie Orchester des BR, DSO Berlin, NDR Hamburg, Bamberger Symphonikern, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR, Swedish Radio Symphony Orchestra, Berliner Philharmoniker, NHK Symphony Orchestra, San Francisco Orchestra, Los Angeles Philharmonic Orchestra, Minnesota Orchestra sowie zum National Symphony Orchestra Washington und Chicago Symphony Orchestra.

In der laufenden Saison ist Ingeborg Danz u.a. bei dem Israel Philharmonic Orchestra (Mozart: Requiem) unter der Leitung von Manfred Honeck, der Philharmonie Posen (Schumann: Paradies und die Peri) und den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Karlheinz Steffens (Schubert: As-Dur Messe) zu Gast.

Ingeborg Danz‘ besondere Liebe gilt dem Liedgesang. Am Klavier begleitet von Michael Gees oder Daniel Heide gibt sie Liederabende, für die sie durchweg überschwängliche Kritiken erhält.

Ihr umfangreiches Repertoire wird durch viele CD-Einspielungen dokumentiert: Mozart-Messen unter Leitung von Nikolaus Harnoncourt bei Teldec, unterschiedliche Aufnahmen mit Philippe Herreweghe bei Harmonia Mundi, Lieder von Johannes Brahms bei hänssler sowie gemeinsam mit der Stuttgarter Bachakademie unter Helmuth Rilling u. a. beide Bach-Passionen, h-Moll-Messe und Weihnachtsoratorium – ebenfalls bei hänssler. Bei Brilliant Classics erschien eine dem Gesamtwerk von Johannes Brahms gewidmete Box, darunter eine Lied-CD mit Ingeborg Danz und Helmut Deutsch am Klavier.

Konzerte mit Ingeborg Danz

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