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Abo Sextett (6) – Das Geheimnis der Stille

Felix Mendelssohn Bartholdy
Violinkonzert e-Moll op. 64

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 10 in der Bearbeitung von Yoel Gamzou

Zum Klingen gebracht

Solange geschriebene Noten nicht gespielt werden, bleibt Musik still. Zwölf Jahre lang, von 1933 bis 1945, durften Noten von Felix Mendelssohn Bartholdy (und vielen anderen Komponisten) in Deutschland nicht öffentlich aufgeführt werden. Es zeugt von der Qualität des Violinkonzerts, sicher auch der ungebrochenen Popularität seines Komponisten, dass es sofort nach dem Untergang des „Dritten Reichs“ wieder erklang.
Partituren, die nur fragmentarisch vorhanden sind, weil ihr Komponist sie nie vollendet hat, eignen sich für die klingende Realisation nur so weit, wie sie überhaupt dafür geeignete Noten enthalten. Im Falle von Gustav Mahlers 10. Sinfonie gibt es davon eigentlich sehr wenig: Nur der erste Satz liegt einigermaßen vollständig vor, von den anderen vier existieren nur mehr oder weniger weit fortgeschrittene Skizzen. Der junge Dirigent Yoel Gamzou machte das Unmögliche möglich: Er erstellte eine „Rekonstruktion“ der ganzen Sinfonie, wobei das Wort Rekonstruktion, Wiederherstellung, einen irreführenden Eindruck erweckt. Gamzou hat sich vielmehr so in den Komponisten Mahler und seine Arbeit an der 10. Sinfonie hinein versetzt, dass er eine „Realisation und Weiterentwicklung der unvollendeten Skizzen“ wagte. Das Ergebnis, 100 Jahre nachdem Mahler das letzte Mal an den Manuskripten gearbeitet hatte, ist Musik, die aus der Stille kommt.

 

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http://www.stuttgarter-philharmoniker.de/1258 | Ausdruck vom: 17.10.2017 13:23

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