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Veranstaltungsdaten
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Die Große Reihe (9) – Der Gott des Weines

Claude Debussy
Prélude à l’après-midi d’un faune

Felix Mendelssohn Bartholdy
Klavierkonzert Nr. 2 d-Moll op. 40

Maurice Ravel
Daphnis et Cloé – Suite Nr. 2
La Valse

Der Syrah. Und mehr oder weniger sanfte Verführungen.

Ein sinnlicher Verführer und ein heikler Zeitgenosse ist der Syrah – einer der besten Rotweine überhaupt, wenn er denn gelingt. Nobel, manchmal extravagant, immer wieder auch sinnlich sind französische Dichtung und Musik. Es ist also kein Wunder, dass eines ihrer zentralen Werke, das sich dichterisch wie musikalisch ausprägte, von einem Faun handelt, der tagträumt und nicht so recht weiß, was er womöglich Schlimmes getan hat. Und, natürlich, spielt auch der Wein eine Rolle dabei – der sinnliche Held von Mallarmés Dichtung und Debussys Vertonung könnte durchaus vom in Frankreich gerne genossenen Syrah berauscht sein. Während hier alles in der Schwebe bleibt, hat die antike Geschichte von Daphnis und Chloé ein glückliches Ende, das in der originalen Ballettmusik von Maurice Ravel in einem Bacchanal begossen wird. Gefeiert wurde ebenso gern auf dem Weingut von Joseph Mendelssohn in Horchheim bei Koblenz. Dort gingen insbesondere zur Zeit der Weinlese illustre Gäste ein und aus: Alexander von Humboldt, Hegel oder Uhland zählten dazu. Natürlich ließ sich auch Felix Mendelssohn Bartholdy die Gelegenheit nicht entgehen, in Horchheim schöpferische Pausen vom anstrengenden Konzertleben einzulegen. Inspirierend war der von 70.000 Weinstöcken geprägte Ort auch für ihn. Hier beendete er, gleichsam als Finale seiner Hochzeitsreise,  im Sommer 1837 sein zweites Klavierkonzert, das Robert Schumann mit einer „reifen, süßen Frucht“ in Verbindung brachte. Ob er Weintrauben meinte? Der Wein und die Musik – sie sind wirklich eng verwandt.

 

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