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Veranstaltungsdaten
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Die Große Reihe (3) – Der Gott des Weines

John Adams
Short Ride in a Fast Machine

George Gershwin
Concerto in F für Klavier und Orchester

Peter I. Tschaikowsky
Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36

Der Sauvignon Blanc. Und: Der Wein ist etwas Besseres als Medizin.

Den Sauvignon Blanc nennt ein Weinbuch einen „absoluten Rebsortenstar“ und versieht ihn mit den Attributen „knackig-frisch, vital, betörend“. So gesehen, ist das dritte Programm der Großen Reihe ein absolutes Sauvignon-Blanc-Programm. Knackig und frisch kommt John Adams daher – frisch, weil man seinen „Short Ride on a Fast Machine“ leider selten in philharmonischen Konzerten hört, und knackig, weil der amerikanische Komponist die Gefühle eines gefährdeten Beifahrers in einem allzu schnellen Sportwagen wiedergeben wollte. Vital ist die Musik von George Gershwin, der jenseits des Atlantiks unbeschwert zwischen den diesseits erfundenen Schubladen auf Entdeckungsreise ging und in seinem Klavierkonzert klassische Formen und Jazz-Einflüsse zur freundlichen Cuvée mixte. Und betörend – welche Musik könnte dies sein, wenn nicht die von Peter Tschaikowsky? Seine zu Unrecht etwas vernachlässigte Vierte zeigt autobiografische Spuren, düsteres Schicksal und doch auch die Freuden eines stürmischen Volksfestes. Zwar soll Tschaikowsky den Wein eher als Medizin gegen Nervenschwäche verwendet haben – doch immerhin: Seine Musik beeinflusst, das ist bewiesen, den Weinkonsum. Hörten ausgewählte Testteilnehmer Tschaikowsky während des Trinkens, nannten sie ihren Wein „subtil und ausgereift“ (wer Orff gehört hatte, fand denselben Wein „kraftvoll und schwer“). Und, auch dies wurde untersucht, hört der Käufer im Weinladen französische Musik, kauft er – na, was wohl? Sei’s drum – wer Adams, Gershwin und Tschaikowsky hört, sollte nunmehr zum Sauvignon Blanc greifen, natürlich zu einem aus den Stuttgarter Weinlagen.

 

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