Hilfsnavigation: Sprung…
  • Sophia Jaffé
Veranstaltungsdaten
// Rückschau

Abo Sextett – Gefährliche Liebschaften (4)

Gabriel Fauré
Pelléas et Mélisande
Suite für Orchester

Pablo de Sarasate
Carmen-Fantasie
für Violine und Orchester op. 25

Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 1 D-Dur „Titan”

Es scheinen, im Leben wie in der Kunst, meist die Frauen Opfer gefährlicher Liebschaften zu sein. Der belgische Schriftsteller Maurice Maeterlinck (1862–1949) gilt als einer der wichtigen Vertreter des literarischen Symbolismus' und sein Drama „Pelléas et Melisande” (1892) als eines der Schlüsselwerke dieser Richtung. Melisande steht zwischen Golaud, dem sie als Gattin versprochen ist und Pelléas, dessen Bruder. Diese Konstellation muss alle drei ins Verderben führen. Gabriel Fauré (1845–1924) verfasste seine Bühnenmusik, aus der er eine Suite für den Konzertgebrauch zusammenstellte, für die englische Erstaufführung des Stücks (1898).

„Mein armes Herz ist ohne Zweifel frei, wie der Vogel in der Luft. Ich zähl die Liebsten dutzendweise, keiner gefällt mir sicherlich.” Als selbstbestimmte Frau, gewissermaßen als weibliches Pendant zu Don Juan, stellt sich Carmen dem braven Sergeanten Don José vor, als der sie wegen einer Messerstecherei verhaftet. Don José wird Carmen, wie wir wissen, am Ende selbst erstechen, im Affekt und wegen seiner völlig abweichenden Vorstellungen davon, was Liebe sei. So viel unverstellte Leidenschaft war zu Georges Bizets (1838–1875) Zeiten auf der Opernbühne und in der Musik eine Sensation. Kein Wunder, dass gerade die Carmen-Musik unzählige Bearbeitungen erfuhr. Die Carmen-Fantasie des spanischen Geigers Pablo de Sarasate (1844–1908) verbindet die wichtigsten Themen aus Bizets Oper mit akrobatischer Violinvirtuosität.

Der ursprüngliche Beiname der ersten Sinfonie Gustav Mahlers (1860–1910) „Titan” bezieht sich auf den Roman von Jean Paul (1763–1825). Dieser erzählt, neben vielem anderen, die Bildungsgeschichte eines Prinzen, dessen edle Person und Gesinnung ihm auch dabei helfen, möglichen Gefährdungen durch Liebschaften rechtzeitig zu entrinnen. Insofern ist er das notwendige Gegenstück zu all den anderen Helden und Heldinnen unseres Konzertzyklus', die an ihren oder fremden Leidenschaften zu Grunde gehen.

 

---
http://www.stuttgarter-philharmoniker.de/122 | Ausdruck vom: 22.03.2017 22:56

Geschäftsstelle der Stuttgarter Philharmoniker
Gustav-Siegle-Haus, Leonhardsplatz 28
70182 Stuttgart

T: 0711 216 - 88 993 (Zentrale)
T: 0711 216 - 88 990 (Karten und Abonnements)
F: 0711 216 - 88 991

E: Bitte aktivieren Sie JavaScript!
www.stuttgarter-philharmoniker.de

Logo BW und Stadt Stuttgart