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  • Christoph König
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Jahresschlusskonzert der SKS Russ

Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125 mit dem Schlusschor „An die Freude“ nach Friedrich Schiller

„Was mag wohl Beethoven sich unter den Bässen gedacht haben?“ – „Herr“, antwortete ich, „schwerlich genug; Genies pflegen Spaß zu machen, – es scheint eine Art Nachtwächtergesang:“ – Weg war die schöne Minute und der Satan wieder los. Und wie ich nun diese Beethovener ansah, wie sie dastanden mit glotzenden Augen und sagten: „Das ist von unserem Beethoven, das ist ein deutsches Werk […].“ Ein anderer Chor fiel ein: „Es scheinen im Werk die Dichtgattungen enthalten zu sein, im ersten Satz das Epos, im zweiten der Humor, im dritten die Lyrik, im vierten (Die Vermischung aller) das Drama.“ Wieder ein anderer legte sich geradezu aufs Loben: ein gigantisches Werk wär‘ es, kolossal, den ägyptischen Pyramiden vergleichbar. Noch andere malten: die Sinfonie stelle die Entstehungsgeschichte des Menschen dar […]. Ich ward stiller und stiller. Und wie sie eifrig nachlasen im Text und endlich klatschten, da packte ich Eusebius beim Arm und zog ihn die hellen Treppen hinunter […]. Unten im Laternendunkel sagte Eusebius zu mir: „Beethoven – was liegt in diesem Wort! Schon der tiefe Klang der Silben wie in eine Ewigkeit hineintönend. Es ist, als könne es kein anderes Schriftzeichen für diesen Namen geben.“ – „Eusebius“, sagte ich wirklich ruhig, „unterstehst du dich auch, Beethoven zu loben? Wie ein Löwe würde er sich vor euch aufgerichtet und gefragt haben: ;Wer seid ihr denn, die ihr das wagt?‘[…]“

(Aus Robert Schumann: Fastnachtsrede von Florestan. Gehalten nach einer Aufführung der letzten Sinfonie von Beethoven 1835)

 

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