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Pieter Wispelwey // Violoncello // Rückschau Saison 2013/14

Das Cellospiel des Holländers Pieter Wispelwey zeichnet sich - neben seiner außergewöhnlichen technischen Meisterschaft - durch einen sehr persönlichen Interpretationsansatz aus. Als einer der ersten Cellisten seiner Generation widmet er sich sowohl der historischen Aufführungspraxis als auch der Interpretation der jüngsten Celloliteratur. Sein Repertoire reicht dementsprechend von Bach bis Elliott Carter.

Pieter Wispelweys ungewöhnliche künstlerische Vielseitigkeit wurzelt in den umfangreichen Studien, die er bei Dicky Boeke und Anner Bylsma in Amsterdam und später bei Paul Katz in den USA und William Pleeth in England betrieb. Als gebürtiger Holländer erhielt Pieter Wispelwey 1992 als erster und bislang einziger Cellist den Niederländischen Musikpreis, 1997 zudem den belgischen Pressepreis als „Musiker des Jahres“.

Pieter Wispelweys künstlerische Aktivitäten umspannen den ganzen Erdball. Angefangen im berühmten Concertgebouw in Amsterdam für das er eigens eine Konzertreihe konzipierte, führen ihn Solokonzerte regelmäßig in die wichtigsten Konzertsäle und Metropolen der Welt: Wien (Konzerthaus), Hamburg (Musikhalle), London (Wigmore Hall), Paris (Châtelet), New York (Lincoln Center), Brüssel (BOZAR), Berlin (Konzerthaus), Los Angeles (Walt Disney Hall), Buenos Aires (Teatro Colon), Bordeaux (Grand Théâtre), Rotterdam (De Doelen), Glasgow City Hall, Tokio und Sydney.

Er konzertierte mit Sydney Symphony, Australian Chamber Orchestra, Boston Symphony, Los Angeles Philharmonic, Dallas Symphony, St Paul's Chamber Orchestra, Yomiuri Nippon, Tokyo Philharmonic, Sapporo Symphony, London Philharmonic, Hallé Orchestra, BBC Symphony, BBC Scottish Symphony, Orchestra of the Age of Enlightenment, Gewandhaus Orchester Leipzig, Danish National Radio Symphony, Budapest Festival Orchestra und der Camerata Salzburg. Dabei arbeitete er mit so renommierten Dirigenten wie Ivan Fischer, Esa-Pekka Salonen, Herbert Blomstedt, Yannick Nézet-Séguin, Jeffrey Tate, Kent Nagano, Sir Neville Marriner, Philippe Herreweghe, Vassily Sinaisky, Vladimir Jurowski, Paavo Berglund, Louis Langrée, Marc Minkowski, Ton Koopman, Libor Pesek und Sir Roger Norrington. Zukünftige Engagements beinhalten Re-Engagements bei der Boston Symphony, Rotterdam Philharmonic, Residentie Orkest, Liège Philharmonic, Yiomiuri Nippon Symphony, sowie Debuts bei Edmonton Symphony, Württembergisches Kammerorchester, Madrid Communidad Orchestra, Tokyo Symphony, Osaka Philharmonic und ausgedehnte Europa-Tourneen mit Emmanuel Krivines Chambre Philharmonique, der Amsterdam Sinfonietta, dem Kammerorchester Basel und der Academy of Ancient Music.

2005 startete Wispelwey eine ungewöhnliche Zusammenarbeit mit dem London Philharmonic Orchester, mit dem er die gesamte britische Cellokonzertliteratur sowie beide Cellokonzerte von Haydn aufführte. Parallel dazu trat er in einer Reihe von Konzerten in der Londoner Wigmore Hall auf. Im Jahr 2010 spielte Wispelwey zahlreiche Trio-Konzerte mit der Geigerin Viktoria Mullova und dem Fortepianisten Kristian Bezuidenhout.

Wispelwey ist außerdem künstlerischer Direktor des Beauvais Cello Festival, das im Mai 2009 zum ersten Mal unter seiner Ägide stattfand. Es vereint für eine Woche die renommiertesten Cellisten zu Rezitalen, Konzerten und Kammermusik.

Wispelweys umfangreiche Diskographie (hpts. bei Channel Classics und Onyx) umfasst mehr als 30 Titel, von denen sechs maßgebliche internationale Auszeichnungen erhielten. Seine zweite Einspielung der sechs Solosuiten von Bach erhielt gleich drei Preise: Diapason d’or, choc de la musique und den Gramophone's Editor's choice. 2008 erschien seine Einspielung von Schostakowitschs 2. Cellokonzert (u.a.), 2009 die Aufnahme des Konzertes von Walton sowie von weiteren Solo-Stücken, 2010 Brittens Cello-Suite Nr. 1 und die Cello-Sinfonie mit dem Sinfonieorchester von Flandern unter Seikyo Kim. Im Kammermusikbereich sind in jüngerer Zeit die Gesamteinspielung der Cello-Klavier-Werke Beethovens sowie eine Brahms-CD hervorzuheben. 2010 folgte eine Schubert-Einspielung und 2011 eine Mendelssohn/Chopin-CD, beide im Verbund mit dem Fortepianisten Paolo Giacometti auf period instruments eingespielt. 2013 folgte bei dem Label EPR Classics seine dritte Gesamteinspielung der Solo-Suiten von Bach, als Ergebnis umfangreicher theoretischer Studien eingespielt im tiefen Köthener Stimmton von nur 392 Hz, mit der er die Kritiker und das Publikum erneut verblüfft und begeistert.

Konzerte mit Pieter Wispelwey

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http://www.stuttgarter-philharmoniker.de/1067 | Ausdruck vom: 11.12.2017 21:44

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