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Christoph-Mathias Mueller // Dirigent // Rückschau Saison 2013/14

Der Schweizer Christoph-Mathias Mueller zählt „...ohne Zweifel ... zu den begabtesten und interessantesten Dirigenten seiner Generation“ (Gazeta Kultura Moskau). Seit 2005 ist Mueller Chefdirigent des Göttinger Symphonie Orchesters, das sich unter seiner Leitung zu einem herausragenden Klangkörper im nord- und mitteldeutschen Raum entwickelt hat. Mitreißende Energie, künstlerische Authentizität und ein hoher intellektueller Anspruch markieren seinen Stil.

Mueller gastiert regelmäßig auf den großen Podien weltweit, so zuletzt beim Norwegian Radio Orchestra Oslo, beim Royal Liverpool Philharmonic Orchestra oder beim Buffalo Philharmonic Orchestra. 2010 leitete er am Bolshoi Theater Moskau die Neuinszenierung der „Fledermaus“ und in der Saison 2012/2013 den „Rosenkavalier“. Fünf Uraufführungen seit Dezember 2012 gehören zu den weiteren Höhepunkten dieser Spielzeit. So dirigierte Mueller in Göttingen das Stück „Opera!“ für Saxophonquartett und Orchester von Uljas Pulkkis (Finnland), das Oboenkonzert von Ursula Mamlok (D/USA) sowie ein Auftragswerk für die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen und das Göttinger Symphonie Orchester: „Tahawool“ für Orchester von Mahmoud Turkmani. In Buffalo brachte er das Flötenkonzert von Geoffrey Gordon (USA) und in Basel die Symphonie Nr. 5 von Rudolf Kelterborn erstmals zur Aufführung. Mit zahlreichen Künstlern von Weltrang wie Frank Peter Zimmermann, Simone Kermes oder Reinhold Friedrich verbindet ihn eine langjährige intensive Zusammenarbeit, die sich auch in zahlreichen CD-Einspielungen niederschlägt.

So erschien im Oktober 2012 die Aufnahme „Russian Trumpet Concertos“ mit dem Solisten Reinhold Friedrich und dem Göttinger Symphonie Orchester (Dabringhaus & Grimm), gefolgt von einer Aufnahme von Orchesterwerken des britischen Komponisten Kenneth Hesketh mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra (NMC Records). 2013 wird eine Gesamtaufnahme von Beethovens „Egmont“ (op. 84) mit Christian Quadflieg (Rezitation), Simone Kermes (Sopran) und dem Göttinger Symphonie Orchester erscheinen (Sony Classical). Eine weitere CD mit den Violinkonzerten von Mendelssohn Bartholdy und Schumann (Solistin: Rachel Barton Pine) ist derzeit in Vorbereitung (Cedille), eine Aufnahme von Belcantoarien aus drei Jahrhunderten mit Simone Kermes (Sopran) und dem Concerto Köln wurde im Januar 2013 abgeschlossen (Sony International). Die Aufnahme des    2. Konzerts für Kontrabass von Bottesini und anderer Werke mit dem Orchestra della Svizzera Italiana (Solist: Enrico Fagone) wurde vom Magazin „Musica e Dischi“ zur „CD des Monats April 2011“ geku?rt. Im selben Jahr folgte die international viel beachtete Einspielung des kompletten Werks für Violine und Orchester von Reger mit dem Göttinger Symphonie Orchester (Solist: Kolja Lessing).

Der internationale Durchbruch gelang dem 1967 in Peru geborenen Schweizer im Jahr 2000 mit dem Gewinn des internationalen Dirigierwettbewerbs in Cadaqués/Spanien. Zuvor hatte Mueller das Konzertdiplom im Fach Violine an der Musikhochschule Basel und den Master of Music an der University of Cincinnati erworben. Als Conducting Fellow vervollkommnete er 1995 seine Studien in Tanglewood, Massachusetts. Hier arbeitete er mit Seiji Ozawa, Robert Spano und Leon Fleisher zusammen. 2001-2005 verpflichtete ihn Claudio Abbado als Assistenz-Dirigenten für das Gustav Mahler Jugendorchester, das er auch bei den Luzerner Osterfestspielen und vor dem Olympischen Komitee in Lausanne dirigierte, sowie in den Jahren 2003-2005 als seinen „Assistant Conductor“ beim Lucerne Festival Orchestra.

Während der Saison 2004/2005 hatte Mueller die künstlerische Leitung des Cairo Symphony Orchestra inne. Sein Debüt in Moskau erfolgte mit dem Russian National Orchestra, weitere Gastspiele führten ihn auf die Podien der Tschechischen Philharmonie, des Orchestre National de Lyon, des Orchestre Philharmonique du Luxembourg, des Orchestre de Chambre de Lausanne, des Tonhalle-Orchesters Zürich, des Deutschen Symphonie Orchesters Berlin, der Staatskapelle Weimar, der Bremer Philharmoniker, des Orchesters des Hessischen Rundfunks/Frankfurt, des SWR-Sinfonieorchesters, des BBC National Orchestra of Wales, des Scottish Chamber Orchestra, des Scharoun Ensemble der Berliner Philharmoniker und des Ensemble Modern. Hinzu kommen Dirigate im Wiener Musikverein, in der Tonhalle Düsseldorf, der Kölner Philharmonie sowie in Stavanger, Tokyo und Seoul.

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